Jana Revedin

GERNOT GLEISS

Jana Revedin - Im Gespräch

"Architektur definiert soziale Zusammenhänge" - Andreas Obrecht im Gespräch mit Jana Revedin, Architektin, Architekturtheoretikerin und Schriftstellerin

Jana Revedins erste Ausbildung war eine Tischler-Lehre. Danach studierte sie in Buenos Aires, Princeton und Mailand und spezialisierte sich auf die Reformarchitektur der Moderne.

Für sie ist Architektur eine Kunst, die soziale Zusammenhänge neu definiert und Gesellschaften auch verändern kann. Als Gründerin der Architektur-Stiftung LOCUS und des Global Award for Sustainable Architecture fordert und fördert sie ein radikal neues Verständnis in der Gestaltung menschlicher Lebensräume auf Basis regenerativer Ressourcen. Ihre reformatorischen Ansätze konnte sie u.a. in den Armenvierteln von Kairo und in den Favelas von Rio de Janeiro verwirklichen.

Jana Revedin, deren Lebensmittelpunkt seit vielen Jahren die Stadt Venedig ist, hat die Räume der Gestaltung auch auf die Sprache ausgeweitet. Neben architekturtheoretischen Standardwerken verfasste sie auch Belletristik - zuletzt ein biografischer Roman über Ise Frank, engagierte Mentorin der Bauhaus-Bewegung in den 1920er-Jahren und Gattin von Walter Gropius.

Jana Revedin, als viertes Kind einer preußischen Akademikerfamilie 1965 geboren, hat - wie sie Andreas Obrecht erzählt - ein Gutteil ihrer Kindheit selbst in einem Haus eines Bauhaus-Architekten am Bodensee verbracht.

Service

Jana Revedin, "Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus: Das Leben der Ise Frank. Ein biografischer Roman", DuMont Buchverlag, Köln 2018

Jana Revedin, "Sustainable Design V, VI: Towards a New Ethics for Architecture and the City", Verlag Gallimard Editions Alternatives in Paris 2017 und 2018

Jana Revedin, "Altes Handwerk in Venedig. Die Lagunenstadt neu entdeckt", styria regional Verlag 2013

Jana Revedin, "Frau hinter Hecken", Roman, Styria Premium, 1. Auflage, 2014

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