Lisl Ponger

APA/ROLAND SCHLAGER

Lisl Ponger erzählt Geschichten über Geschichte

The Master Narrative und Don Durito - Radioversion von Lisl Ponger

Die Künstlerin Lisl Ponger schuf 2017 für das wiedereröffnete Weltmuseum die zehnteilige Installation "The Master Narrative und Don Durito". Zentrum dieser Installation ist ein etwa achtstündiger, von der Künstlerin gelesener Text, der in einer komplexen Assoziationsstruktur eine Metaerzählung zur Geschichte und zu "Geschichten" des Kolonialismus und somit zum Blick auf andere Gemeinschaften schafft.

Diese "Gegenerzählungen" werden begleitet von Ersttagsbriefen aus aller Welt, die seit Jahrzehnten weitgehend an einem unkritischen Geschichtskanon festhalten. Für den Ö1 Kunstsonntag und die Sendereihe "Radiokunst - Kunstradio" schuf Lisl Ponger eine etwa 45 Minuten lange Radioversion, die - wie die gesamte Arbeit - westliche Blick- und Denkregime hinterfragt und somit begleitet, von den populärkulturellen Bildwelten der Ersttagsbriefe, kritische und überraschende Gedankenräume öffnet.

Parallel zu dieser Sendung kann die Zuhörerin, kann der Zuhörer, ähnlich wie in der Installation, über die Website von Ö1 eine Auswahl der Briefserien betrachten. Wer die tagesfüllende Version von "The Master Narrative" im Museum erleben will, hat dazu noch im Rupertinum in Salzburg bis 24. März 2019 und im Weltmuseum Wien bis zum Herbst 2019 Zeit.

Lisl Ponger arbeitet über Stereotype, Rassismen und Blickkonstruktionen an der Schnittstelle von Kunst, Kunstgeschichte und Ethnologie in den Medien Fotografie, Film Installation und Text.

Service

Ö1 Kunstradio
Lisl Ponger

"The Master Narrative und Don Durito" von Lisl Ponger ist als Installation noch bis zum 24. März 2019 im Museum der Moderne Salzburg Rupertinum und bis Ende Oktober 2019 im Weltmuseum Wien zu erleben.

Sendereihe

Gestaltung