Besichtigung mit Botschaft

Migranten führen durch Rom

Sie wohnen in Infernetto und Tor Bella Monaca, gesichtslosen Vorstädten von Rom, in die es Touristen kaum verschlägt. Ihre Lebensgeschichten sind voller leidvoller Erfahrungen. Sie sind neue Bürger der alten Stadt Rom: Migranten aus Afrika, die dabei sind, in der italienischen Hauptstadt Fuß zu fassen. "Guide Invisibili" - unsichtbare Leitfäden - heißt ein Kulturprojekt, bei dem junge Migranten jetzt als Touristenführer im Zentrum von Rom unterwegs sind. Neu sind nicht nur die Guides, neu ist auch die Art, die Stadt zu betrachten, sie mit den afrikanischen Herkunftsländern in Bezug zu setzen - und mit den Lebensgeschichten der neuen Römer aus Afrika. Am Treffpunkt an der Spanischen Treppe stellt der in Rom geborene Marco Stefanelli, Organisator des Stadtspaziergangs, zunächst die Autoren des Audioguides vor, mit dem die Gruppe unterwegs sein wird. Diese begleiten die Tour auch und beantworten am Ende des Rundgangs Fragen. Die Teilnehmer bekommen einen Link aufs Handy geschickt, oder auf Wunsch auch Kopfhörer und MP3 Player mit dem im Studio aufgenommenen Stadtspaziergang. Ziel der Tour, die städtische Details mit Denkanstößen zur Migration mischt, ist ein Ort, der gewiss in keinem Reiseführer vorkommt. Die Via dei Santi Apostoli 16. Hier wird über das Schicksal der Migranten entschieden: Die Asylbehörde von Rom. Gestaltung: Christina Höfferer

Service

Guide Invisibili


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