Apropos Oper

Oper und Philosophie

Der Geist des Musiktheaters am Fallbeispiel von Wolfgang Amadeus Mozarts "Don Giovanni"

Oper und Philosophie: Passt dies überhaupt zusammen? Und wie! In der Oper werden existentielle Fragen abgehandelt, die zutiefst philosophisch genannt werden können: Liebe und Hass, Verbrechen und Gerechtigkeit, Macht und Ohnmacht, Leben und Tod. Es wundert wenig, dass manche Philosophen in ihrem Denken unmittelbar vom Musiktheater beeinflusst, ja von diesem abhängig waren: Was wäre Kierkegaard ohne Mozart, Nietzsche ohne Wagner, Adorno ohne Alban Berg? Umgekehrt schärft der philosophische Blick auf die Oper auch das Gehör. Jede große Oper enthält im Kern eine Philosophie, die zur Sprache gebracht werden kann. Konrad Paul Liessmann, selbst Philosoph und Opernliebhaber, nähert sich ausgewählten Opern - in dieser "Apropos Oper"-Ausgabe Mozarts "Don Giovanni" - auf ungewöhnliche Weise: Nachdenklich und enthusiastisch, reflektierend und persönlich, mit den Ohren in den Klangwelten des Musiktheaters, mit den Augen in den Texten der großen Philosophen.

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