Spielräume
Miles Davis und Michel Legrand
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Miles Davis als Sideman von Michel Legrand: Die Alben "Legrand Jazz" (1958) und "Dingo" (1991)
28. Mai 2026, 17:30
Die Verbindung von Miles Davis mit Paris war eine bedeutsame und produktive. Beginnend mit der ersten Reise in die französische Metropole 1949, als er mit Charlie Parker beim "Salon du Jazz" in der Salle Pleyel gastierte. Auch die Bekanntschaft mit Juliette Greco rührte von diesem Aufenthalt her, einige Jahre später - anno 1957 - nahm Davis in Paris die Filmmusik zu Louis Malles "Fahrstuhl zum Schafott" auf.
Eine wichtige Figur in diesem Kontext ist Komponist und Pianist Michel Legrand, bekannt u. a. für seine Oscar-prämierten Filmmusiken u. a. zu "Die Regenschirme von Cherbourg" oder "Thomas Crown ist nicht zu fassen". 1958 engagierte er Miles Davis - und die damalige Crème de la Crème des Jazz in New York City - für sein Album "Legrand Jazz", um bekannte Jazz-Standards - in Legrands Arrangements - aufzunehmen. Aus Anlass von Miles' 100. Geburtstag wurde "Legrand Jazz" soeben wieder aufgelegt.
Kurz vor Miles Davis' Tod wurde die Zusammenarbeit mit Michel Legrand erneuert: Das Album mit dem Soundtrack zum Film "Dingo" sollte 1991 das letzte sein, dass zu Lebzeiten des Trompeters fertiggestellt wurde.
