Betrifft: Geschichte
Die Monroe-Doktrin
Leitlinie der US-Außenpolitik. Mit Marcus Gräser, Vorstand des Institutes für neuere Geschichte der Johannes Keppler Universität Linz. Gestaltung: Andreas Wolf.
11. September 2026, 15:55
Die Monroe-Doktrin wurde 1823 vom damaligen US-Präsidenten James Monroe verkündet. Bis heute zählt sie zu den Eckpfeilern der US-amerikanischen Außenpolitik. Ihr zentrales Prinzip war ursprünglich defensiver Natur und lautete: Europa solle sich nicht mehr in die Angelegenheiten des amerikanischen Kontinents einmischen.
Mit der Zeit entwickelte sie sich die Monroe-Doktrin zu einer zentralen Säule der US-Machtpolitik in Lateinamerika. Im 19. und 20. Jahrhundert, aber auch bei den Interventionen und Sanktionen der Gegenwart, beriefen sich die USA stets auf die Sicherung ihres Einflusses in der Region.
Im Kalten Krieg erhielt die Monroe-Doktrin eine Neuinterpretation. Ihr Ziel war nunmehr der Kampf gegen den sowjetischen Einfluss in der westlichen Hemisphäre. Auch im 21. Jahrhundert wirkt die Doktrin fort, wenn Washington auf Sicherheit, Einflusszonen und regionale Stabilität pocht. Damit prägt die Monroe Doktrin bis heute das Selbstverständnis der USA als Ordnungsmacht in der westlichen Hemisphäre.
Service
Sendereihe
Gestaltung
- Andreas Wolf
