Rap The Moon!

Im Juli jährt sich die erste Mondlandung zum 50. Mal. Für die Ö1 Schwerpunktwoche "Auf zum Mond!" suchten wir Ihre gereimten, gerappten oder geslamten Kurztexte zum Thema "Mond". Aus allen redaktionell freigegebenen Einreichungen gingen in der Publikumswahl die fünf erstgereihten als geladene Gäste für einen Auftritt im Rahmen der Ö1 Vollmondnacht hervor:

Peter Panierer – Mann im Mond
Fräulein Hahnkamper – Europamond
Musger/Ruland/Velikovsky – Wir Waren Oben
Zacharias - Mondeskind
Marian Fetka – Ich bin halt

Das Publikum der Ö1 Vollmondnacht kürte Jakub Velikovský, Jura Musger und Johannes Ruland mit ihrem Beitrag "Wir waren oben" zu den Siegern von Rap The Moon!

Die Plätze 6-10 belegten die Einreichungen von
DP Wien 3 P – Anthrokosmia
Raphael Nicholas – Moonlight
Eeva Aichner – Mein Mond
Billi Herzog – Mondmärchen
Emil Kaschka – Der Mond im Mann

Wir danken allen für Ihre Einreichungen und die Teilnahme am Voting.

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Anthrokosmia

DP Wien 3 P - 31.05.2019 | 21:43

Die Welt liegt uns zu Füßen deshalb tretma sie kaputt, und was überbleibt sin Wüsten voller Tetrapacks und Schutt, wir sind Täter auf der Flucht, machen Meter in der Luft, schweben betend auf Raketen richtung Jenseits in die Gruft, unsre Zukunft? Wie verpufft. Jeder Zuruf - nix genutzt --- jetzt stehen wir ganz verdutz am Mond und fressen Schmutz. Denn wir sehn nur Stein und Staub, predigen nur Schall und Rauch und Kassandra lächelt sich ganz heimlich leise in die Faust. In diesem Weltenlauf bleibt die Menschheit nur ein Wimpernschlag, am Friedhof aller Spezies bezieht sie bald ein Kindergrab. Am Mond da sind die Winter karg, schlimmer als in Dänemark, der Menschheit bleibt der Glaube an die Himmelsfahrt. Wies auch kommens mag, die Welt ist uns erhaben, sie spendet uns so manchen Sonnentag und bunte Farben. Zeit ist ihr fremd weil, das Firmament stets, im Kreise rennt und - Ewigkeit kennt . Wenn wieder einer "Fake-News" schreit dann zeig ich ihm die Wahrheit gern, sie funkelt in der Dunkelheit genauso wie der Abendstern, wissen heißt oft fragen lern(en), Wirklichkeit ist Direktive, und das was sicher scheint entpuppt sich oft als perspektivisch. Der Mond leuchtet eigentlich nicht, denn sein so gleißendes Licht ist eine Frage der Sicht - ob es die Wahrheit dann gibt? Sie ist das, was du nicht bezweifeln kannst: der Tanz deiner Gedanken, das Bewusstsein, die Planetenbahn. Wahres WIssen ist: an neue Orte vordringen - wenn du fühlst dass alle deine Gedanken im Chor singen, und wie Harmonie im Ohr klingen, hervorbringen, sich zum Orbit emporschwingen. Die Monate vergehen, denn der Mond bleibt nie stehen, schau nach oben: und du wirst sehen und verstehen; machst nur Schritte in der Endlichkeit - die Welt wird bestehn, der Mond wird sich nie nur um dein Leben drehn.

Auf zum Mond

Friedrich - 30.05.2019 | 19:45

17 UN-Nachhaltigkeitsziele und der Mond

Band der Mystic

Fabian - 30.05.2019 | 23:53

Ich hoffe mit diesem Dialog zwischen Wolf und Mond dem vielschichtigen Thema gerecht zu werden.

Der Mond

NicaNash - 14.05.2019 | 10:04

Hallo liebes ö1 Team, anbei findet ihr meinen Beitrag zum Thema Mond. Hoffe ihr habt Spaß dabei :-) Biografische Details? Hmm, ich bin Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche und Mama von 3 Kindern. Ich bin 32 Jahre alt und wohne in Wien. LG NIcola Tutsch

Der Mond im Mann

Emil Kaschka - 31.05.2019 | 18:25

Der Mond im Mann Mit dir bin ich der Vollmond, wichtig, strahlend, stolz erhoben. Ohne dir ein Schmoll-Mund, nur um neunzig Grad verschoben. Jaja und blabla, du hast gesagt: das Universium ist so groß und wir so klein, und gerade weil`s von uns so viele gibt jeder unwichtig und klein. Jaja und blala, du hast gesagt: es dreht sich nicht immer alles nur um dich! Aber da, wiedersprich ich dann dir, weil von mir aus gesehn, – also im Leuchtturm-Blick um mich herum, fühl ich mich doch wie das Zentrum. Natürlich gibt´s Milliarden andere, und ich bin nur ein einziger von allen, und jeder ist besonders und speziell, vom Hollywood-Schauspieler bis zum Tiroler-Holzfäller, trotzdem bin ich noch mehr Cola und Orange – also Spezi-eller. Vor anderen gibt man es nie zu, und auch nur selten vor sich allein, aber ehrlich: es wird doch niemand das Gefühl je los, was ganz besonderes zu sein. Und so nehm ich mich, dann selber zu wichtig. Und „wichtig“ kommt von „Gewicht“ und zu viel Gewicht verleih ich mir selber, und mach damit meine kleinen Probleme schwer. So kommt es, dass wir zu schwer werden von der eigenen Wichtigkeit. Die Menschheit hat ein doppeltes Übergewichtigkeits-Problem! Auf der einen Seite zu viel McChicken-Wings und Burger-Kings, auf der anderen zu viel Egoismus, und yeah! Jetzt ist der Text auch noch ein Plädoyer für Vegetarismus. Uns selber zu wichtig nehmen ist bei-vielen-harmlos-gemeinten-Sachen-gekränkt-sein-statt-zu-lachen. ist, sich dich mit einem anderen vorstellen, alleine in der Nacht, wir verleihen unseren Problemen selber Macht. Und wenn ich dort liege, kein einziger Gedanke der sich lohnt, ist das einzige was hilft, der Mond. Weil dann denk ich mir, was wenn der runde Mond ein Loch wär, und auf der anderen Seite ist noch wer? Dort lutschen sie auf Erdkugeln, wie auf einer Nimm-2-Süßigkeit, und wir sind nur ein Bakterienstamm, auf einer ausgespuckten Einheit. Was wenn der Mond nur eine Linse ist, durch die sie uns beobachten, wie ein Experiment, und wir sind sowas, wie der Triopse-zum-selber-züchten-Trend? Was wenn der Mond ein Auge ist, und jedes Monat nur ein Wimpernschlag? Dann ist unser Leben kurz, und für den Mond gerade Mal ein Tag. Und helfen diese Gedanken nicht, sich weniger-wichtig-zu-nehmen, und bedeutet das nicht, sich Gewicht vom Schmerz wegnehmen? Du hast zu mir gesagt, es wird immer schönere und bessere geben, das ist ein Risiko, damit müssen wir leben. Und ich hab genickt und ja gesagt, weil´s natürlich stimmt, aber glaubte nie, dass ich jemand besser als dich je find. Mit dir war ich der Vollmond, wichtig, strahlend, stolz erhoben, ohne dir bin ich ein Schmoll-Mond, nur um neunzig Grad verschoben. Du hast gewusst, wie´s geht, sich selber nicht so wichtig nehmen. Deswegen hast du öfter gelacht, aber ich glaub glücklicher warst du nicht. Deswegen versuch ich wie du zu sein, mich weniger wichtig nehmen – aber ich glaub, ich lüg mir ins Gesicht. Weil dann denk ich wieder an den Mond. Er ist physikalisch der kleinste Himmelskörper den wir sehen, jede Nacht muss er zwischen tausend größeren Sternen und Planeten stehen. Und trotzdem ist er in unseren Augen der größte und am wichtigsten. Und deswegen hoff ich, dass ich irgendwann, für jemanden der Mond sein kann. Ich weiß, ich bin ein Idealist weil ich das denk, und ein Koala-Bär, ein Amur-Leopard und ein Orang-Utan sitzen in meinem Boot, und auf unserer Flagge steht: vom Aussterben bedroht. Aber in unserem Boot ist es schön, wer will der darf sich zu uns legen, die Sonne ist für uns versunken, aber wir segeln dem Mond entgegen.

Der letzte Freund

Stefan Peschta - 15.05.2019 | 23:01

Am Ende ist man doch nicht allein auch wenn alles um einen dunkel wird. Es gibt in der Nacht noch immer das Licht des Mondes, dass auf einen scheint.

Die Männchen im Mond

Die Männchen am Mond - 29.05.2019 | 21:16

DIE MÄNNCHEN AM MOND Poetry-Slam David Christiani Die Mondlandschaft liegt öd und leer. Menschen sah man lang nicht mehr. Nach 50 Jahren sich einer traut, Den Männchen dort den Tag versaut. Landet im Anzug mit blinkendem Zeug Und sich dann nach vorne beugt. Und schau mal da, was sieht er dort? Kleine Männchen am kahlen Ort! „Ich bin von der Erde, bin ein guter Mann, Man mir gern vertrauen kann! Ich bin von dort, vom Blauen Planet Der dort vor eurem Monde steht!“ Die Männchen schauen in die Runde Und stehen dort mit offenem Munde. „Hot den da jemond herbestöht? Wos wü der do, I pock eam net! I hoit net aus, wos der dazöht! Kann sein, dass der ka Deitsch vasteht? Verwundert schaut der Erdenmann, Probiert´s mit Englisch, so gut er kann: „A wonderful gift I have for you! It´s a lot of music and dancing, too!““ „Wos hast do Gift? Des konnst net datrogn, Der Wappler will uns an den Krogn! Kummts, den haun ma windlwach Bis er si schleicht! Woah, des wird zach!“ „Halt! Stopp! So war das nicht gemeint!“ „Wos sogt er? Er is a Freind? Des hot er wohl net ernst gemeint?“ Dem Menschen grauset´s, da fällt ihm ein, Er hat zwei Fässer mit schwerem Wein. „Nun kostet doch, das gibt euch Kraft, Es ist ein guter Rebensaft!“ Sie holen Gläser, schenken ein, Können nicht mehr lange nüchtern sein. Sie wetten und schlagen ein, Die Preise sollen fixe sein. Der Einsatz ist, der Astronaut findet es nett, Mit einer Mondenfrau eine Nacht im Bett. Die Mondlinge wollen, es geht Zug um Zug, Einen schnellen Raketenflug. Die Wette ist ein Glas auf ex Für einen schönen MondenXXX. Der Mensch verlor, die Männchen flogen Und crashten auf den Venusboden. Der Astronaut reagierte barsch, Denn der Rückflug war nun im … Eimer.

Die Ruhe der Nacht

Julia - 21.05.2019 | 21:56

Die Sonne geht unter, der Himmel wird dunkel. Ich schaue hinauf, und warte aufs funkeln. Aufs Funkeln meines inneren Ichs, wenn der Mond hell und leuchtend die dunkle Leinwand erklimmt. Ich spüre das Klopfen und die Freudenschläge, während ich darauf warte die Sterne zu sehen. Denn dann beginnt die Nacht, in der die Träume nicht nur Träume bleiben. Plötzlich ist man Herrscher und Meister, oder auch ein Astronaut. Ob erster Mann am Mond oder man einfach nur mal zuschaut. Nur ein Beobachter sein, ganz neutral und unbedeutend scheinen. Nicht ständig eine Meinung abgeben und einfach nur mal sein. Denn einfach nur mal sein kommt so oft zu kurz. Ständig ist man erreichbar und die Angst etwas verpassen zu können ist furchtbar. Doch in der Nacht, wenn der Mond so hell am Himmel schwebt, und dem Leben eine ganz andere Bedeutung gibt; Wenn man merkt was wirklich wichtig ist und die Dinge mit ganz anderen Augen sieht. Dann ist der Geist wieder im Reinen mit dem Körper, und die Gedanken wieder sortiert. Die Ruhe der Nacht, im Schein des Mondes, die hat eine ganz besondere Macht. Die Macht der Gelassenheit und Zufriedenheit. Die Macht sich selbst zu finden, wird plötzlich ganz leicht.

Die Rückseite des Mondes

alextumbao - 30.05.2019 | 22:04

Trotz hartnäckiger alternativer Meinung ist Ironie nicht die Wissenschaft des Bügeleisens und ganz bestimmt keine zufriedenstellende Methode, ein System zu ändern. Ein zweiter Blick lohnt sich oft, insbesondere dann, wenn der erste nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat.

Ein kleines Gedicht: Über den Mond, und mich.

Matilda - 30.05.2019 | 23:26

Über den Mond, und mich ----------------------------------------------- Ich weiß du fühlst dich allein, doch das muss nicht sein. Man ist zu dir gemein und macht dich dadurch klein. Doch auch wenn man dich verletzt, gibt es jemand der dich schätzt? der sich für dich durchsetzt? Langsam wird dir klar, Er ist immer für dich da. Ob du es merkst oder nicht, der Mond bleibt immer in deiner Sicht. Ich fühlte mich allein schon von klein auf, schaute aus dem Fenster und sagte zu mir selber: „Lauf“ Doch dann war alles weg, denn ich hatte dich entdeckt, am Himmelszelt standest du da, und ich fragte meine Ma’: „Wie komm ich zu dir rauf, ich nehme auch alles in kauf! Den ich wollt nur zum Mond, wissen wer da wohnt... und dann kam ihr versprechen: „Wenn ich alt genug sei, ja dann fliegen wir zwei, zu dir herbei.“ Und die Jahre vergingen, Ich sehe mich jetzt noch ein Lied zu dir singen, bei allen Autofahrten, ich konnt’s nicht erwarten, dich zu sehen. Ich wollte nie ohne dir gehen, jede Nacht gingen wir raus, alle Lichter waren schon aus, und sie nahm mich in den Arm, und mir wurde langsam warm. Wir blieben Stunden mit dir, und jeden Abend steh ich immer noch hier, aber das allein, ohne ihr, denn meine Mutter kam zu dir. In den Himmel herauf, das nahm ich auch in kauf, doch auch noch jetzt, ich bin vielleicht verletzt, bleib ich bis in die Nacht, und sehe wie sie wacht. Ich schau ihn wieder an, er zieht mich in seinen Bann und ich denke übers Leben nach, wartete darauf das der Himmel zu mir spricht. Doch er blieb leise, und zog seine Kreise, aber verließ mich nicht, in mein Angesicht, schien sein Licht. Und in diesem Moment wurde mit klar, es ist wirklich wahr, ich bin nicht allein, werde es nie sein denn ich habe den Mond und mich, er ist der einzige der noch nie von meiner Seite wich, wenn ich weine oder lache, ein Feuer in mir entfache, sehe ich ihn wieder und wieder an denn er zog mich in seinen Bann.