Entfernt verbunden - Simulation eines Austausches

Sie haben Lust am digitalen Lagerfeuer der Radiokunst teilzunehmen? Die Sehnsucht nach Geschichten und neuen Erzählformen ist größer denn je in Zeiten der Veränderung. Kommen Sie mit! Radio ist eine Simulation von Gespräch, aber auch die Sprache ist nur ein Vehikel um Emotionen, Wünsche und Träume zu vermitteln. Lassen Sie sich ein!

Laut ORF-Gesetz dürfen wir Ihnen dieses Service nur zur Verfügung stellen, wenn Sie Ihre Identität durch Angabe von Vorname, Familienname und Wohnadresse bekanntgeben. (ORF-G, § 4f, ABS 2, Z 23). Sie können das entweder direkt im Zuge des Uploads tun, bzw. sich als User/in in der ORF-Community registrieren lassen. Wenn Sie bereits Mitglied der ORF-Community sind, loggen Sie sich bitte ein, wenn Sie Texte, Audios oder Bilder hochladen, bzw. solche bewerten möchten. Beiträge, für die diese Funktion freigeschaltet ist, können pro User/in nur einmal bewertet werden. Mehrfachstimmen sind möglich. Beachten Sie bitte, dass erstmalige log-ins in der ORF-Community nur wochentags bearbeitet, bzw. freigeschaltet werden können. Die Freischaltung kann einige Zeit in Anspruch nehmen.

0

"Capri Fischer"

Ricci Bock & Die Schwestern der Nacht - 07.07.2020 | 00:04

Das Radio als grenzenloses Live-Medium und endlose Jukebox ist ein großer Mythos und Sehnsuchtsort der populären Kultur. Von „Garantiert Sendeverbot“ zu „Endlich im Radio“: Irgendwer wird schon zuhören, weil immer irgendwo ein Radiogerät eingeschaltet ist. Völker, hört die Signale!

1

ABSTANDS_VER.DICHTUNGEN

ANNA-MARIA ZETTL - 07.07.2020 | 05:51

Ein lyrisches Experiment / ein Kanon / ein Chor / ein gemeinsames „Gebet“ / ein Mantra - gesprochen von 3 Personen, räumlich getrennt, weit entfernt und doch verbunden über gemeinsam "Erfühltes" und das erlesene Wort. *** „Trotz Abstand liegen unsere Worte verdichtet am äußersten Rand unseres Seins.“ *** VER.DICHTUNGEN *** ängstlich diesen abstand halten. hinhalten. fernhalten. aushalten. weghalten. atmen. sich retten vor der zeit. stillgestanden mitten drin im sog. du warst meine insel ... mein nicht alltägliches brot. *** sieht man den zeiten die wende an? bewegt sich im stillstand die welt nur am äußersten rand? passiert das alleinsein oder muß man es tun ... mein haar ist zerschnitten. ohnmächtig treib ich. haltlos. entwurzelt. in die enge der isolation. *** nicht heimat ich. ist heimat nicht. nicht ist wer ich bin. bin ich nicht? heimatlos? heim bin ich. nicht mehr ist: ich. *** rot über rot über schwarz hinter grau. zwischen weiß ein orange und stahlhartes blau. im ausgesetztesten augenblick zerschnitten von licht: ihr schaut in den himmel. ihr seht ihn nicht. *** was wirklich verboten ist ... ist das rückwärtsgehn. das sich fallen lassen ... mitten drin im stehn. das lieben ... das uns zu bedürftigen macht. das hilflose weinen ... von einem der plötzlich erwacht. *** geruch von rauch. die nasse erde. alltagsstaub. der duft von alten wiesen. und hie und da noch worte die hastig haus und hof verließen. *** step by step. lach mir zu. mach mir mut. dreh mich durch. tanz mich auf. halt mich an dich. leg dich in mich. heb mich über mich hinaus. trag mich durchs himmelblau. bring mich nach haus. *** SprecherInnen: Anna-Maria Zettl + Marlen D. Grand + Simon Safron // 2020 / Corona and we

3

Ancient Work

Hannah Ellul + Rebecca Wilcox - 10.07.2020 | 17:58

A collaborative piece made at a distance, where near-misses in understanding proliferate. The sounds are marked by a disorientation, a stuttering, syncopating, or detaining, where the voice is made multiple and diffuse

5

Antena Arecibo

Globular Cluster Entertainment - 10.07.2020 | 20:46

Zur Verzweiflung bringt mich die provozierende Dieselbigkeit der Dinge bisweilen, das Gnomisch Gegenwärtige scheint kein Außen zu kennen, erlernte Menschenscheu tut ein Übriges. Das Radio salbt mir das Leben: kindness, generosity & style. Zwischen den Wellen spricht es zu mir von überallher. Wo ein Sender, da auch ein Weg, nach draußen, den Signalen nach. Die Lyrikerin Monika Rinck liest aus ihrem Begriffsstudio. Die Literaturwissenschaftlerin Judith Kasper verfertigt Gedanken.

3

Article me

Thomas Havlik - 09.07.2020 | 20:00

Soundpoetisches „Lied der Menschenrechte“ - bestehend aus den Wörtern „Würde“ „alle“, „Artikel“, „Menschen“, „me“, „be“, sowie aus den Ziffern „1-20“. - ausgewählte Sprachpartikel interferieren, bilden Lautgruppen, auditive Irritationsinseln und Rhythmen, die je nach Hörsituation zu Hörsituation entweder als Aufforderung, Stimmung oder bloße kompositorische Klänge wahrgenommen werden können; der Einzelne und die Vielen, Wir und Sie, Kommunikation und Nichtkommunikation, Verstehen und Verständnislosigkeit. Partitur, eingesprochen via text-to-speech-programm, und Audiobearbeitung Thomas Havlik - geboren 1978, geboren in Scheibbs/NÖ, lebt und arbeitet in Wien. Mitglied der GAV - Grazer Autoren Autorinnenversammlung. Autor, Sound- und Performancedichter, arbeitet an den Grenzen zwischen Lyrik, Sound- Visual- und Performance(sprach)kunst. Zahlreiche Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, Text- und Audioanthologien, im Rundfunk, auf der Bühne, als Buch, auf CD.

4

Baba (feat. Frances Cat)

Abby Lee Tee - 10.07.2020 | 23:06

Dialog mit Ricco – Versuch 1 / 5.5.2020 / 48.310613, 14.261330

1

Beziehungspoesie

Alexandra Martinetz - 29.06.2020 | 13:57

Das Bedürfnis, sein Gegenüber verstehen zu wollen, ist groß. Oft glauben wir, durch Taten und Gesten sei alles gesagt, somit bleiben viele Nachrichten unausgesprochen. Wir leisten und lernen viel in Beziehungen, jedoch können auch Zweifel und die Angst, verletzt und verlassen zu werden, auftauchen. Die Hoffnung besteht, dass sich unser Bemühen und die Investitionen lohnen werden. Es können sich viele Türen öffnen, wenn man Dankbarkeit für vermeintlich selbstverständliche Dinge ausspricht. Man gelangt an einen Punkt, an dem man durch die graue Wolkendecke blicken und sein Gegenüber sowie deren Taten wieder wertschätzen kann.

1

Colonial War and Mental Disorders

Meira Asher, Dave Phillips, Eran Sachs - 10.07.2020 | 18:14

This piece is part of an extended work based on the book “The Wretched of the Earth” by Frantz Fanon. The book analyses the Complexity of Colonialism and presents the necessary need for a violent struggle to end occupation. In his book, Fanon deals, among other things, with the influence of colonialism on the mental condition of both colonisers and colonised. Colonialism is a disease of reality itself. The disease as a condition rearranges reality according to distorted principles, which we find hard to understand to the core. From the cases that Fanon presents and analyses in his book, we have extracted fragments that reflect these distortions. Here is case #3: "So why are there only Algerians in prison? How do you explain that?..." "...We were not angry with him. Every Thursday we used to go and hunt together with a slingshot up on the hill behind the village. He was our best friend. He had left school because he wanted to become a mason like his father. One day we decided to kill him because the Europeans want to kill all the Arabs. We can’t kill the grownups but we can kill someone like him because he is our own age..." "He used to play with us. Another boy would not have gone up the hill with us."

96

Corona Bubble

Helmut Hostnig - 10.07.2020 | 03:32

Collage aus Begriffen und Nennformgruppen über Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona

0

Corona ist Großartig

Sam Beklik - 30.06.2020 | 11:07

Corona ist Großartig Radio Kunst ist ein experimentelles Projekt, dass Isolation und Digitalisierung präsentiert. Das Kunstwerk, dass ein 3-monatiges Wochentagebuch von wenigen verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Charakteren, Kulturen und Sprachen darstellt, aber in einer globalen Situation, der Isolation und Umgang mit einer völlig unerwarteten neuen Form des Alltags und des Umgangs mit Trauma, Hoffnung, Angst und Eintritt in eine transformierte digitale Welt in der sogar Talkradio-Moderatoren durch eine digitale Version ihrer selbst ersetzt wurden. Erzähler: Die Audioarbeit, die einen regulären Morgenstart eines Krankenpflegers darstellt, bevor er sein Zuhause verlässt. Welcher wegen seiner Arbeit im Krankenhaus in der Quarantänezeit arbeiten muss und mit vielen mentalen Belastungen und gesundheitlichen Risiken zu kämpfen hat.