Gemeinsam erinnern
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Kinderverschickung
Roswitha Springschitz - 24. März 2025, 09:57
Ein Wiener Kind wird, wie viele andere, aufgrund der schlechten Versorgungslage und gesundheitlicher Probleme zu Pflegeltern in die Schweiz geschickt.
Vor dem Einsteigen hat die fremde Tante den Kindern erklärt, dass sie nun eine sehr, sehr weite Reise machen werden; ins Nachbarland. Die Reise soll den ganzen Tag und auch noch die ganze Nacht dauern.
Am Ankunftsort würden sie abgeholt werden, von den Pflegeeltern. Die würden sich schon sehr auf sie freuen und mit ihnen dann nachhause fahren. Bei den Pflegeeltern würden sie das beste Essen bekommen: viele Sachen, die sie lange schon nicht mehr gegessen hätten: saftige Kuchen, mit vielen guten Eiern und Zucker gebacken, frische Bratkartoffel und Apfelmus; dicke Butterbrote und Saft und Kakao. Die Kinder staunten: Es schien ihnen, sie führen tatsächlich ins Schlaraffenland...
Webseite
https://www.story.one/de/story/allein-67d698a61b9f2/
Social Media Seite
https://www.facebook.com/roswitha.springschitz
Besuch in Vaters Kriegsgefangenschaft
Helga Pfeifer, Jahrgang 1943 - 24. März 2025, 09:19
Positive Erinnerungen: 1948 waren meine Mutter und ich bei meinem Vater, der in jugoslawischer Kriegsgefangenschaft war, einen Monat zu Besuch.
Mein Vater, Ing. Egmund Wallner, geb. 1918, war bis Februar 1949 in jugoslawischer Kriegsgefangenschaft in der Gegend von Šabac, Mitrovica, Drenovac (genauere Angaben fehlen mir leider). Im Sommer 1948 fuhren meine Mutter und ich, geb. 1943, für ca. einen Monat zu ihm auf Besuch, obwohl Verwandte und Bekannte davor gewarnt hatten, es sei viel zu gefährlich. Mein Vater hatte aber vorher wiederholt in Briefen an meine Mutter und mich (ich war damals 4 3/4 Jahre alt, konnte aber schon lesen) erzählt, wie schön er es dort unten hatte und dass wir gefahrlos kommen könnten.
Wir fuhren also auf abenteuerliche Weise per Zug nach Belgrad. Unterwegs mussten alle Passagiere mitten in der Nacht aussteigen, weil eine Lok auf den Gleisen lag, und ein großes Stück mit dem Gepäck zu Fuß gehen, um in einen anderen Zug einsteigen zu können. Außerdem waren die Züge derart verwanzt, dass meine Oberschenkel durch die Bisse fast doppelt so dick waren wie vorher.
In Belgrad holte uns mein Vater ab, den ich bis dahin noch nie gesehen hatte. Ich erinnere mich nicht mehr, wie wir an den Ort gekommen sind, an dem wir die nächsten Wochen wohnen sollten. Ich weiß jedoch, dass mein Vater in einer winzigen Wohnung auf einem Bauernhof gelebt hat und wir unter uns waren. Er war in der Landvermessung eingesetzt und hatte sogar Jugoslawen (hierarchisch) unter sich.
Wir Drei wurden wiederholt eingeladen, einmal sogar zu einer Hochzeit, an die ich mich noch gut erinnere: das junge Paar - in festlicher Tracht - warf von seiner Kutsche aus viele Münzen unters Volk. Auch besuchten wir wiederholt verschiedene Einheimische in ihren Behausungen, ganz besonders ein altes Ehepaar, das in einem einsamen Häuschen unter Pappeln lebte („Dòbro vèčer, baba Julka!“). Ich lernte einige Worte serbokroatisch, um grüßen und mich bedanken zu können. Immer wurden wir mit einer bescheidenen Jause bewirtet.
Oft saß ich auch mit einem älteren Mädchen, das Schweine hütete, auf einer Wiese und ließ mir durch Zeigen verschiedene Vokabel beibringen (Körperteile, Tiere usw.), was mir großen Spaß machte.
Ich besitze auch ein paar Fotos, auf denen meine Eltern und ich in Badekleidung auf einem alten Motorboot auf der Save abgebildet sind oder wir durch ein Kornfeld gehen. Ich habe natürlich in meinem Gedächtnis nur einige herausragende Eindrücke behalten, die aber durchwegs positiv waren und noch sind.
Helga Pfeifer
geb. 20.08.1943
Erinnerung Familie Maurer
Johann Maurer - 22. März 2025, 17:30

Text vom Leben nach dem Krieg
Sie waren nett zu mir, obwohl ich ja der Feind war
Josef Bauchinger - 22. März 2025, 10:59
Josef Bauchinger (99) war von 1944 bis 1946 Kriegsgefangener in England.
Artikel OÖ-Nachrichten vom 08.08.2020
Irgendwohin und zurück
Heinrich Thaler - 20. März 2025, 13:24
Ostern 1945 flüchtet der junge Othmar aus Baden bei Wien auf abenteuerlichen Wegen mit dem Rad durch Österreich (Obertauern, Bad Gastein, Innsbruck)
Aus den Aufzeichnungen eines nahen Verwandten wurde ein packendes und erschütterndes Buch geformt.
Buch, 345 Seiten
Edition Rösner, 3.Auflage 2023
ISBN 978-3-9505405-5-0
Kartoffelgrübeln
Prof. Melichar Adalbert - 20. März 2025, 10:54
Überleben in der Nachkriegszeit
Als Nachkriegsfamilie (Mutter, Oma und ich) litten wir in der Nachkriegszeit furchtbaren Hunger. Wir Nachkriegskinder wussten uns zu helfen. Nach der Kartoffelernte wanderten wir auf die umliegenden Äcker "Kartoffelgrübeln".
Suizidgedanken nach Bekanntwerden der Nazigräuel
Christine Meesen, Jahrgang 1929 - 19. März 2025, 22:40
In der Nazi-Zeit konnte Christine als Mitglied des deutschen Leichtathletikjugendteams zu Wettkämpfen in ganz Europa fahren. Doch mit den Besatzungssoldaten und der Befreiung der Konzentrationslager kommt das böse Erwachen aus jugendlicher Unwissenheit.
Webseite
https://oe1.orf.at/programm/20240714/763375/Christine-Meesen-Lebenskuenstlerin
Refurbishing in den 50er Jahren
Thomas Höhne - 19. März 2025, 22:05
Reparieren statt Wegschmeißen: Thomas Höhne erinnert sich an seine Kindheit und an ein übertragenes Hemd mit einem besonderen Look
„Irgendwie anders“: Unterricht nach Sommer 1945
Barbara Coudenhove-Kalergi, Jahrgang 1932 - 19. März 2025, 18:43
Die Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi musste als Jugendliche 1945 aus Prag mit ihrer Familie in den Lungau fliehen. Dort erlebt sie an der Schule, wie der Nazi-Lehrplan vom Lokalpatriotismus abgelöst wird. - Das Interview führte Oliver Rathkolb für ORF Topos.
Webseite
https://topos.orf.at/ploetzlich-international-coudenhove-kalergi100
Basketball und amerikanisches Englisch
Franz Vranitzky, Jahrgang 1937 - 19. März 2025, 17:11
US-Soldaten laden den jungen Franz Vranitzky und andere zum Basketballspielen in den Wiener Messepalast ein, wo sie ein Basketballfeld errichtet hatten. Vranitzky schnappt die amerikanische Sprache auf und eckt damit bei seiner Englisch-Professorin an. - Das Interview führte Oliver Rathkolb für ORF Topos.
Webseite
https://topos.orf.at/ploetzlich-international-vranitzky100