Menschen vor Riesenbüchern

APA/DPA/HENDRIK SCHMIDT

Kontext

Sachbücher im März

Die monatlich erscheinende Sachbuch-Bestenliste der Medienpartner "Die Literarische Welt", Radiosender WDR 5, "Neue Zürcher Zeitung" sowie Ö1.

Unabhängiges Gremium

Unsere Liste wird von einem unabhängigen Gremium erstellt, dem Fachjournalisten und renommierte Publizisten angehören, darunter Wissenschaftler wie Herfried Münkler und Jochen Hörisch. Das Gremium, das ab Januar noch erweitert werden wird, ermittelt monatlich zehn Bücher auf Basis von Punkten. Jeder Juror, jede Jurorin kann 8, 6, 4 oder 2 Punkte für vier Bücher vergeben.

1. Katrin Eigendorf

"Erzählen, was ist. Berichten am Limit in einer Zeit des Krieges", S. Fischer Verlag, 256 Seiten

2. Gabriel Zucman

"Reichensteuer. Aber richtig!", übersetzt von Ulrike Bischoff, Suhrkamp Verlag, 63 Seiten

3. Jana Hensel

"Es war einmal ein Land. Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet", Aufbau Verlag, 263 Seiten

4. Volker Perthes

"Die Multipolarisierung der Welt. Ein geopolitischer Wegweiser", Suhrkamp Verlag, 351 Seiten

5. Christoph Bartmann

"Attacke von Rechts. Der neue Kampf um die Kultur", Hanser Verlag, 176 Seiten

6. Volker Reinhardt

"Rousseau. Auf der Suche nach der verlorenen Natur", C. H. Beck Verlag, 463 Seiten

ex aequo, Michael Wolffsohn

"Genie und Gewissen. Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus", Herder Verlag, 368 Seiten

8. Uwe Neumahr

"Die Buchhandlung der Exilanten. Paris 1940: Zuflucht und Widerstand", C. H. Beck Verlag, 320 Seiten

9. Gisèle Pelicot

"Eine Hymne an das Leben. Die Scham muss die Seite wechseln", übersetzt von Judith Perrignon und Patricia Klobusiczky, Piper Verlag, 256 Seiten

ex aequo, Eli Sharabi

"491 Tage. In den Tunneln der Hamas", übersetzt von Ursula Kömen, Suhrkamp Verlag, 199 Seiten

"Man kann ein kompliziertes Jahrhundert wie das 20. anhand seiner Eckdaten, kulturellen Ereignisse oder seiner Haupt- und Staatsaktionen beschreiben. Man kann die Geschichte Europas ebenso anhand eines unaufdringlichen Zugvogels erzählen: Der Gans. Entlegene Verbindungen, etwa zwischen literarischen Quellen (z.B. Selma Lagerlöf oder Curzio Malaparte) und Flug- und Verhaltensstudien (Otto Lilienthal oder Konrad Lorenz) bestellen ein Feld, das - gleich den Vogelschwärmen selbst - reichlich Nahrung bietet. Getragen von elegischem Schwung entwirft Thomas Steinfeld das Tableau eines unbeirrten Tiers, das in seiner Nähe zu uns Auftrieb gibt." (Markus Krajewski)