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Kontext
Sachbücher im Juni
Die monatlich erscheinende Sachbuch-Bestenliste der Medienpartner "Die Literarische Welt", Radiosender WDR 5, "Neue Zürcher Zeitung" sowie Ö1.
28. Mai 2026, 13:52
Unabhängiges Gremium
Unsere Liste wird von einem unabhängigen Gremium erstellt, dem Fachjournalisten und renommierte Publizisten angehören, darunter Wissenschaftler wie Herfried Münkler und Jochen Hörisch. Das Gremium, das ab Januar noch erweitert werden wird, ermittelt monatlich zehn Bücher auf Basis von Punkten. Jeder Juror, jede Jurorin kann 8, 6, 4 oder 2 Punkte für vier Bücher vergeben.
Die Jury
- Tobias Becker, Der Spiegel
- Manon Bischoff, Spektrum der Wissenschaft
- Kirstin Breitenfellner, Falter
- Natascha Freundel, RBB-Kultur
- Eike Gebhardt, Berlin
- Jochen Hörisch, Universität Mannheim
- Günter Kaindlstorfer, Ö1
- Otto Kallscheuer, Italien
- Petra Kammann, FeuilletonFrankfurt
- Jörg-Dieter Kogel, Bremen
- Wilhelm Krull, The New Institute, Hamburg
- Marianna Lieder, Freie Kritikerin, Berlin
- Lukas Meyer-Blankenburg, SWR
- Herfried Münkler, Humboldt Universität zu Berlin
- Gerlinde Pölsler, Falter, Wien
- Marc Reichwein, Die Welt
- Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung
- Sandra Richter, Deutsches Literaturarchiv Marbach
- Wolfgang Ritschl, Ö1
- Florian Rötzer, Krass & Konkret
- Marc Reichwein, Die Welt
- Norbert Seitz, Berlin
- Anne-Catherine Simon, Die Presse
- Philipp Theisohn, Uni Zürich
- Joachim Treusch, Jacobs-University, Bremen
- Knud von Harbou, Feldafing
- Andreas Wang, Berlin
- Harro Zimmermann, Bremen
- Stefan Zweifel, Zürich
- Redaktion: Andreas Wang
1. Katja Hoyer
"Weimar. Glanz und Grauen der deutschen Geschichte", übersetzt von Norbert Juraschitz, Henning Dedekind und Marlene Fleißig, Verlag Hoffmann & Campe, 592 Seiten
2. Jan-Werner Müller
"Straße, Platz, Palast. Zur Architektur demokratischer Räume", übersetzt von Michael Bischoff, Suhrkamp Verlag (es), 263 Seiten
3. Arnd Henze
"Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht", Gütersloher Verlagshaus, 224 Seiten
4. Sarah M.S. Pearsall
"Freiheit. Eine neue Geschichte der amerikanischen Revolution", übersetzt von Andreas Wirthensohn, Verlag Rowohlt Berlin, 494 Seiten
ex aequo, Ethan Taubes
"Der verlorene Vater. Erinnerungen an Jacob Taubes", Vorwort: Aleida Assmann, übersetzt von Herbert Kopp-Oberstebrink, Verlag Matthes & Seitz Berlin, 330 Seiten
6. Catherine Nixey
"Ketzer. Jesus Christus und die andren Söhne Gottes", übersetzt von Cornelius Hartz, Deutsche Verlags-Anstalt, 432 Seiten
7. Mikhail Zygar
"Die Zukunft, die nie kam. Wie der Zerfall der Sowjetunion bis heute nachwirkt", übersetzt von Norbert Juraschitz, Aufbau Verlag, 829 Seiten
8. Raimund Schulz
"Odysseus. Mythos und Wahrheit", Verlag Klett-Cotta, 315 Seiten
9. Jonathan Haidt
"Die Macht der Moral. Warum Politik und Weltanschauungen unsere Gesellschaft spalten", übersetzt von Jorunn Wissmann und Monika Niehaus, Rowohlt Verlag, 480 Seiten
10. Albrecht Koschorke
"Souveränität der Vernunft. Die kulturellen Anfänge des Liberalismus", Suhrkamp Verlag (stw), 168 Seiten
Besondere Empfehlung des Monats Juni von Helwig Schmidt-Glintzer (Sinologe und Publizist, EuroAsia-Institut Nürnberg): Volker Reinhardt, "Rousseau. Auf der Suche nach der verlorenen Natur", C.H.Beck Verlag 436 Seiten
"Volker Reinhardt erklärt die konstitutiven Ideen Rousseaus zu Politik, Pädagogik und zum Verhältnis von Zivilisation und Natur aus den Widersprüchen seiner Zeit und aus seiner persönlichen Zerrissenheit. Dadurch wird die Zeitgebundenheit der Fundamente des modernen Europas wie unter einem Brennglas deutlich, etwa im Konzept des Gemeinwillens, der volonté générale, der für Rousseau etwas anderes ist als der empirische Wille einer Mehrheit. Reinhardt zeigt eindrucksvoll, wie Rousseau der Welt die von ihm diagnostizierten katastrophalen Irrwege und Irrtümer vor Augen führt, sich selbst als Wegweiser in eine bessere soziale und politische Zukunft versteht und dabei eine neue Form der Selbstverknotung der europäischen Gesellschaften begründet, die uns bis heute umtreibt." (Helwig Schmidt-Glintzer)
