Alfredo Keil (1850-1907)
Maler, Dichter und Komponist
Mit seinem Werk "A Serrana" gilt Alfredo Keil (1850-1907) als Vater der portugiesischen Nationaloper. Dieses Werk - insgesamt schrieb Keil drei Opern - gilt als erste portugiesische Nationaloper. Sein Lied "A Portugueza" wurde 1911 zur Nationalhymne erhoben.
8. April 2017, 21:58
Mit seinem Werk "A Serrana" (Das Mädchen aus den Bergen), 1899 am "Teatro Sao Carlos" in Lissabon uraufgeführt, gilt Alfredo Keil als Vater der portugiesischen Nationaloper. Dieses Werk - insgesamt schrieb Keil drei Opern - gilt als erste portugiesische Nationaloper.
Keil verfasste aber auch eine Reihe von Tondichtungen und Kantaten. Sein Lied "A Portugueza" (Die Portugiesin) wurde 1911 zur Nationalhymne der Republik Portugal erhoben.
Deutsch-französische Herkunft
Alfredo Keil wurde am 3. Juli 1850 in Lissabon geboren. Sein Vater war ein deutscher Schneider, seine Mutter stammte aus dem Elsass. Keil studierte zunächst in Lissabon und ging 1868 nach Nürnberg, wo er Malerei und Musik belegte. Aufgrund des deutsch-französischen Krieges von 1870 kehrte er nach Portugal zurück. Hier stellte er seine Bilder aus und veröffentlichte einige kurze Kompositionen.
Erste Oper 1883
Sein erstes wichtiges Werk, die komische Oper "Susana", wurde 1883 in Lissabon uraufgeführt. Keils nächste musik-dramatische Arbeit "Donna Bianca", mit einem Libretto des führenden portugiesischen Dichters Almeida Garrett, wurde 1888 uraufgeführt und erlebte mehr als 30 Vorstellungen.
Kantaten und symphonische Musik
Zu dieser Zeit schrieb Keil auch seine bedeutendsten Kantaten und symphonischen Dichtungen. Als hochgebildeter Mann stand er in Kontakt mit einigen der bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten seiner zeit wie Verdi, Puccini, Mascagni, Leoncavallo, Gounod und Massenet, dem "Serrana" gewidmet ist.
Portugiesischer Verismo
Als Repräsentant des portugiesischen Nationalismus im Opern-Bereich folgte er dem Trend, Stoffe aus der Romantik, der Literatur und der Geschichte Portugals zu verwenden. Andererseits stand er in der Zeichnung der Charaktere seiner Opern-Figuren ästhetisch dem Verismo näher.
