Kammersängerin Rössel-Majdan verstorben

Hildegard Rössel-Majdan ist tot. Das langjährige Mitglied der Wiener Staatsoper galt als prägende Interpretin von Wagner-Partien. Die gebürtige Niederösterreicherin hätte am 30. Jänner 2011 ihren 90. Geburtstag gefeiert.

Als Kammersängerin und langjähriges Mitglied der Wiener Staatsoper war sie vielen heimischen Opernfreunden ein Begriff, galt als prägende Interpretin von Wagner-Partien und große Oratoriensängerin. Am 15. Dezember 2010 ist Hildegard Rössel-Majdan im 90. Lebensjahr verstorben, wie das Kuratorium für künstlerische und heilende Pädagogik in einer Aussendung mitteilte.

1.553 Vorstellungen in Wien
Insgesamt war sie an der Wiener Staatsoper mit 62 Partien in 1.553 Vorstellungen zu erleben. Sie verkörperte allein 194 Mal die Marcellina in "Le nozze di Figaro", sang die Ulrica ("Un ballo in maschera"), Meg Page ("Falstaff"), Erda und Fricka ("Der Ring des Nibelungen"), Brangäne ("Tristan und Isolde"), Czipra ("Der Zigeunerbaron") und viele andere mehr. Ihr letzter Auftritt im Haus am Ring war am 22. November 1976 in "Moses und Aron".

Neben ihrer sängerischen Tätigkeit war die gebürtige Niederösterreicherin auch als Lehrbeauftragte und außerordentliche Professorin, u.a. an der Musikhochschule Graz, tätig.

Stimmbildung in Wien unterrichtet

Rössel-Majdan, die am 30. Jänner 1921 in in Moosbierbaum geboren wurde, erhielt den Titel "Kammersängerin" 1962 und war ab 1971 auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien tätig, wo sie das Fach Stimmbildung unterrichtete. 1982 wurde ihr das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen.

Als Oratorien- und Liedsängerin arbeitete sie mit Dirigenten wie Scherchen, Knappertsbusch, Karajan, Hindemith, Böhm, Kubelik, Klemperer und Bernstein zusammen.