Gepriesene Zeitgenoss/innen

Die Redaktion der Ö1 Sendereihe "Diagonal" wird mit dem ersten Walther-Rode-Preis vom Medienhaus Wien ausgezeichnet. Die 5.000 Euro Preisgeld investiert die "Diagonal"-Redaktion in journalistischen Nachwuchs und fordert Radiojournalist/innen auf, sich mit ihren Reportage-Ideen zu bewerben.

So klingt der Samstag, diagonal gehört. Seit Juni 2011 auch gegendert.

Die Werner-Pirchner-Komposition ist eine Bearbeitung der Nummer "Would We Be Alive" von "The Residents"

Zum Vergleich: So klingt das Original

Die Ö1-Sendereihe "Diagonal" wird mit dem ersten Walther-Rode-Preis ausgezeichnet. Initiiert von der Forschungs- und Weiterbildungsgesellschaft Medienhaus Wien wird damit Journalismus prämiert, der wissenschaftlich begründbar ein Vorbild für publizistische Qualität ist. Für "Diagonal" wird das in der ausführlichen Jurybegründung an vier Kriterien festgemacht: an der Originalität der Sendung, an ihrer Vielfalt der Themen, Perspektiven und Quellen sowie an ihrer Sinnlichkeit, aber auch an ihrem Anspruch sich "wider die Zwangsaktualität" zu positionieren.

Seit 19. Mai 1984 ist "Diagonal - Radio für Zeitgenoss/innen" die "Wochenendbeilage" von Ö1. Jeden Samstag - außer an Feiertagen - ab 17:05 Uhr schaffen fast zwei Stunden Sendezeit Raum, um Themen der Zeit vielgestaltig zu betrachten. "Diagonal" gibt es in vier Ausgaben:

  • "Diagonal zum Thema"
  • "Diagonal zur Person"
  • "Diagonal-Stadtporträt"
  • "Diagonal stellt vor"

Lob vom Chef

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz: "'Diagonal' ist ein Beweis dafür, dass 'gutes Radio' durch nichts ersetzt werden kann. Das Außergewöhnliche an 'Diagonal', diesem ‚Radio für Zeitgenossen und Zeitgenossinnen‘, sind nicht nur Themenauswahl und die Perspektive, nicht nur die unterschiedlichen Elemente wie Reportage, Essay, Streitgespräch oder persönlicher Kommentar, sondern vor allem die Bedeutung der ästhetischen Form. 'Diagonal' ist diesbezüglich immer ein 'Leuchtturm in der Radiolandschaft', wie Wolfgang Kos einmal formulierte, gewesen, ein wichtiger Orientierungs- und Bezugspunkt. Ich gratuliere allen Beteiligten sehr herzlich!"

Der Walther-Rode-Preis für Qualitätsjournalismus wird ab 2011 jährlich im Andenken an den österreichischen Rechtsanwalt und Publizisten Walther Rode (1876-1934) vergeben, dem ab 1928 ein weiteres Arbeiten in Österreich unmöglich war. Der Preisträger wird von den Gründungsgesellschaftern von Medienhaus Wien ausgewählt: Dr. Andy Kaltenbrunner, Univ-Prof. DDr. Matthias Karmasin, Dr. Daniela Kraus, Univ. Doz. Dr. Alfred J. Noll und Dr. Astrid Zimmermann.

Service

Verleihung des Walther-Rode-Preises, Donnerstag, 22. September, um 18:00 Uhr im Theater Nestroyhof Hamakom, Nestroyplatz 1, 1020 Wien. Das Würdigungsbuch wurde gestaltet vom "büro für visuelle gestaltung" (Gabriele Lenz, Elena Henrich), das selbst für seine Buchgestaltungen international mehrfach ausgezeichnet wurde.

Walther-Rode-Preis