Kunsthandel in der NS-Zeit

Die Historikerin Gabriele Anderl hat zu Kunst und Kunsthandel in der NS-Zeit eine vom Zukunftsfonds geförderte Studie verfasst. Am Dienstag, 13. März 2012, wird die Studie im Rahmen eines Werkstattgesprächs an der Diplomatischen Akademie Wien vorgestellt: "Parallelwelten - Opfer, Alltag und Profiteure im NS-Regime".

Kulturjournal, 13.03.2012

Zum nationalsozialistischen Kunstraub ist mittlerweile viel geforscht worden, aber wenn es um die Rolle des Kunsthandels geht, stößt die Forschung an Grenzen: Im Nationalsozialismus tätige Kunst- und Antiquitätenhändler gaben oft nach dem Krieg an, ihre Geschäftsunterlagen seien kriegsbedingt verloren gegangen. Auch der einschlägige Aktenbestand der Reichskulturkammer ist unauffindbar. Trotz der lückenhaften Quellenlage hat Gabriele Anderl einiges aufdecken können.