Wählermobilisierung zur Volksbefragung
In den letzten Tagen vor der Bundesheer-Volksbefragung geht es beiden Seiten vor allem darum, ihre Anhänger zu mobilisieren. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat dagegen Jugendliche bei einer Veranstaltung aufgefordert, ihren Großeltern zu raten, nicht zur Befragung zu gehen, wenn diese für die Wehrpflicht eintreten.
8. April 2017, 21:58
Abendjournal, 17.01.2013
Hundstorfer: Launige Bemerkung
Eher eine launige Bemerkung als ein ernsthafter Versuch, die Teilnahme an der Volksbefragung zu beeinflussen, so sieht Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) seine Aussagen gegenüber Jugendlichen, die eigenen Großeltern von der Befragung abzuhalten, sollte die für die Wehrrpflicht sein: "Es war ein kleine Debatte mit jungen Aktivistinnen und Aktivisten, Punkt 1. Punkt 2 eine launige Bemerkung und Punkt 3 habe ich danach bereits bei 6 oder 7 anderen Veranstaltungen sehr wohl dazu aufgerufen, hinzugehen."
Aufruf zur Teilnahme
Auch von anderen SPÖ-Vertretern und Berufsheer-Befürwortern kam heute ein Aufruf zur Beteiligung, von Verteidigungsminister Norbert Darabos zum Beispiel: "Es wäre wichtig, dass die Menschen erstmals in der 2. Republik diese Möglichkeit nutzen." Oder vom Wiener Bürgermeister Michael Häupl, der ja im Verein mit der Kronenzeitung die ganze Heeresdebatte erst in Gang gsetzt hatte: "Das bissl Engagement sollte man am Sonntag an den Tag legen, man sollte hingehen."
BZÖ gegen Volksbefragung
Auch die ÖVP ruft zur Teilnahme an der Volksbefragung auf. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sagt: "Ich möchte, dass so viele Menschen als möglich am 20.1. zur Volksbefragung hingehen."
Auch die FPÖ ruft zur Teilnahme auf, und zwar um für die Wehrpflicht zu stimmen. Das BZÖ ist gegen die Wehrpflicht und gegen die Volksbefragung an sich und will ein neues Modell der Bürgerhilfe.
