Gespräch mit Hamed Abdel-Samad

Über die diktatorischen und faschistischen Elemente in der Religion, über die eskalierende Lage in seiner Heimat Ägypten und über seinen Umgang mit der Fatwa spricht Hamed Abdel-Samad im Kulturjournal.

Hamed Abdel-Samad

(c) KJER, DPA

Kultutjournal, 02.07.2013

Mit 23 Jahren ist Hamed Abdel-Samad nach Deutschland gekommen. Er hat in München die Sprache gelernt und dann in Augsburg Politikwissenschaft studiert. Im Jahr 2009 ist er schließlich einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden durch sein erstes Buch mit dem Titel "Mein Abschied vom Himmel". Darin geht es um den langen Abschied eines streng muslimisch erzogenen Kindes vom Glauben.

Schon damals hat Abdel-Samad Todesdrohungen erhalten. Und für sein zweites Buch über den "Untergang der islamischen Welt" wieder. Nach einem Vortrag in Kairo vor einem Monat hat sogar ein Verbündeter von Präsident Mursi im ägyptischen Fernsehen und über Facebook zum Mord an Abdel-Samad aufgerufen. Seither lebt der Publizist im Untergrund. Eine lang geplante Vortragsreihe hat er trotzdem nicht abgesagt.

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