Tote bei Flüchtlingssturm auf Ceuta

Mehrere hunderte afrikanische Flüchtlinge haben heute versucht, die spanische Exklave Ceuta in Marokko zu erstürmen. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben. Die Opfer ertranken bei dem Versuch, die Stadt schwimmend zu erreichen.

Abendjournal, 6.2.2014

200 wollten nach Ceuta schwimmen

Bei dem Versuch, von Marokko aus die spanische Exklave Ceuta zu erreichen, sind am Donnerstag sieben Menschen ertrunken. Sie gehörten zu einer Gruppe von 200 Migranten, die zu der spanischen Stadt an der nordafrikanischen Küste schwimmen wollten, teilte das marokkanische Innenministerium mit. Sieben von ihnen, darunter eine Frau, seien tot geborgen worden. 150 Migranten wurden den Angaben zufolge aufgegriffen.

Jedes Jahr versuchen Tausende Afrikaner die spanische Exklave zu erreichen, entweder über das Wasser oder durch heikle Kletteraktionen über die Grenzmauern. Von Ceuta erhoffen sie sich eine Weiterreise nach Europa. In den vergangenen Jahren wurden die Befestigungen und die Überwachungsmaßnahmen massiv verstärkt. Am Sonntag wurden nach Angaben der marokkanischen Behörden neun Leichen afrikanischer Auswanderer vor der Küste der Stadt Nador geborgen. (Text: APA, Red.)

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