Was soll Stadtplanung?

Am Anfang steht die Grundsatzentscheidung: soll Stadtplanung gewinnorientiert agieren oder durch Bauprojekte das Bild der Stadt nach ökologischen, soziologischen und kulturellen Gesichtspunkten entwickeln? Am Beispiel des Hochhausprojekts am Wiener Eislaufverein zeigt sich, dass bisher die Stadtverwaltung eher kommerzielle Interessen im Blick hatte - entsprechend eindeutig fällt in einer Podiumsdiskussion im Architekturzentrum Wien das Urteil der Schaffenden.

Isay Weinfeld

Die von Isay Weinfeld, hier im Bild (li.) mit dem Leiter des Az W, Dietmar Steiner, geplante Bebauung des Wiener Eislaufvereins.

APA/WERTINVEST

Morgenjournal, 19.2.2015

Die Stadt Wien wächst rapide. Daher baut die Stadtverwaltung immer mehr Projekte in einer Partnerschaft mit privaten Immobilienentwicklern. Große kommerzielle Projekte, bei denen Gewinnmaximierung vor dem Interesse an einer funktionierenden Stadt steht, sorgen für heftige Debatten. Zuletzt etwa das Hochhaus am Eislaufverein. Gibt es einen Ausweg aus der Unvereinbarkeit von öffentlichen und kommerziellen Interessen in der Stadtentwicklung? Diese Frage wurde gestern im Architekturzentrum Wien im Rahmen einer Podiumsdiskussion erörtert.

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