Meine Freunde haben Adolf Hitler getötet ...

Was wäre passiert, wenn das Attentat auf Adolf Hitler 1944 geglückt wäre? Oder einer der zweiundvierzig anderen bekannten Versuche? Hätte man dadurch die Katastrophe verhindern und Millionen Menschenleben retten können? Elias Hirschl wagt in seinem neuen Roman ein Gedankenexperiment, das auch Historiker immer wieder beschäftigt.

Elias Hirschl

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

"Der Roman sprüht förmlich vor witzigen Einfällen"
Claudia Gschweitl

"Meine Freunde haben Adolf Hitler getötet und alles, was sie mir mitgebracht haben, ist dieses lausige T-Shirt" lautet der Titel des Buches. Es ist bereits der zweite Roman des 1994 in Wien geborenen Slam-Poeten, Musikers und Finalisten des FM4-Protestsongcontests.

Die Handlung spielt in unmittelbarer Zukunft: Eine Zeitmaschine ist erfunden, und das Töten von Hitler wird zum neuen Modesport. Braunau im Jahr 1889 ist für Zeitreisetouristen ein beliebtes Ausflugsziel. Am Souvenirstand gibt es Hitler-Tötungs-Urkunden, Ansichtskarten und T-Shirts. Es sei ein bemerkenswertes Phänomen der Gegenwart, dass Hitler von Jugendlichen oft nur noch als popkulturelle Figur wahrgenommen werde, meint Elias Hirschl. Zum einen liege das an der kulturindustriellen Ausbeutung der Nazi-Zeit und zum anderen an falschen pädagogischen Ansätzen.

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Elias Hirschl, "Meine Freunde haben Adolf Hitler getötet und alles, was sie mir mitgebracht haben, ist dieses lausige T-Shirt", Milena Verlag