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Wohnprojekt Gleis21, Wien

Menschen wollen ein Haus bauen. Nicht jeder für sich, sondern zusammen. Die Idee dazu mag alt sein, die Umsetzung ist relativ jung, seit Mitte der 1980er Jahre. Baugruppen planen, finanzieren und entscheiden gemeinsam, wie das Gebäude aussehen soll.

Gemeinschaftlich geplantes Wohnhaus

Ilse Huber

Auf dem ehemaligen Gelände des Wiener Südbahnhofes, dem heutigen Sonnwendviertel im 10. Wiener Gemeindebezirk, entsteht gerade ein fünfstöckiges Wohnhaus für rund 70 Personen mit 34 Wohneinheiten. Sein Name: Gleis21 - in Anlehnung den alten Bahnhof.

Neben den individuellen Wohnungen gibt es Räume für alle, wie etwa Bibliothek, Gemeinschaftsküche, Veranstaltungs- und Fitnessraum. Seit dem Jahr 2015 nimmt das Projekt Gleis21 konkrete Form an. Im Herbst 2017 erfolgte die Grundsteinlegung, im März 2019 soll das Gebäude bezogen werden.

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Bis dahin waren viele Stunden nötig, um zu Entscheidungen zu kommen wie etwa: Holzhaus oder Massivbauweise? Die Wahl fiel auf einen Holzbau, der aber mit Betonfertigelementen verbunden ist. Verbunden wollen auch die Bewohner miteinandersein. Nicht nur im Haus selbst, sondern im Sonnwendviertel und darüber hinaus: Veranstaltungen, Werkstatt, Treffpunkt.

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Derweil musste juristisch getrickst werden, denn das Wohnhaus läuft offiziell unter dem Begriff "Wohnheim". Denn normalerweise sind im mehrgeschossigen Wohnbau Garagenplatze verpflichtend vorgeschrieben. Unter dem Titel Wohnheim fallen diese Anforderungen weg.

Aktuell ist es schwierig mit der Bauordnung konform zu sein. Deswegen denkt der Geschäftsführer des Generalunternehmers Weißenseer, Christof Müller, laut über eine Veränderung nach. Nicht zuletzt zeugen immer mehr Baugruppenprojekte von einem zunehmenden Interesse an dieser Art des gemeinsamen Lebens.

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