Ein junger Mann will am 10. November 1938 in Berlin mit einem Besen zerbrochene Scheiben zusammenkehren.

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Die Nachkommen der Shoah-Überlebenden

"Ein dunkler Schatten ohne Name". Wie sich ererbte Traumen auf die zweite Generation auswirken.

Als Kinder haben sie ganz eigene Erfahrungen gemacht: Es gab keine Verwandten. Während alle anderen Großeltern hatten, Onkel und Tanten, gab es für sie nur Mutter und Vater, vielleicht Geschwister. Und auch die Eltern verhielten sich oft eigenartig: Sie wirkten irgendwie abwesend oder hatten panische Angst, es könnte ein Unglück geschehen. Manche sprachen immer nur von früher - andere benahmen sich, als gäbe es genau das nicht, ein Früher, eine Vergangenheit.

Brigitte Krautgartner

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