St. Petersburg, 1917

AP

100 Jahre Oktoberrevolution

Am 7. November jährt sich die russische Oktoberrevolution zum 100. Mal. Acht Monate nach dem Sturz von Zar Nikolai II übernahmen die kommunistischen Bolschewiken unter Lenin die Macht und legten den Grundstein für die spätere Sowjetunion.

Ereignisse, die nicht nur die Geschichte Russlands, sondern die der ganzen Welt geprägt haben. Das heutige Russland tut sich jedoch schwer mit dem heurigen Gedenkjahr. Zu widersprüchlich war bisher der Umgang mit dem Erbe der Revolution. Das langjährige politische Credo von Präsident Putin lautet, dass politische Stabilität das Wichtigste ist und Revolutionen per se unerwünscht - nicht umsonst erstickt Putin jegliche regierungskritischen Demonstrationen im eigenen Land schon im Keim. Und tut sich laut politischen Beobachtern auch deshalb schwer, das Erbe der repressiven Sowjet-Diktatur, die auf die Russische Revolution gefolgt ist, ohne Wenn und Aber zu verurteilen. Grund genug, dass der Kreml das Gedenkjahr der Russischen Revolution ohne große Feierlichkeiten aussitzen will.

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