Klaus Eckel

VOLKER WEIHBOLD

Österreichischer Kabarettpreis geht an Klaus Eckel

Mit seinem Solo "Die gute Nachricht zuerst" landete er einen Publikumshit, im Februar dieses Jahres legte er nach - nun wird Klaus Eckel mit dem Hauptreis des Österreichischen Kabarettpreises für seine kontinuierliche Arbeit gewürdigt. Das Trio Maschek, das es wie den Preis seit genau 20 Jahren gibt, wird für seine Verdienste rund um die Satire gewürdigt. Die Verleihung ist am 4. November im Globe Wien.

Mittagsjournal | 28 08 2019

Sebastian Fleischer

Von den verhaltensauffälligen und wohltuend langweiligen Zeitgenossen über Marketing bis Message Control: In seinem neuen Solo beackert Klaus Eckel das weite Themenfeld der Gefühle. Politisch hat sich die Lage mittlerweile bekanntlich geändert, die aktuelle Übergangsregierung tritt eher pragmatisch als populistisch auf - sehr zum Wohlwollen der Bevölkerung, meint Klaus Eckel.

"Natürlich muss Politik visionär sein und auch Entwürfe bringen, was bei dieser Übergangsregierung nicht der Fall ist", so Eckel. "Aber diese Durchschnaufpause, die wir gerade im Land haben - ich kenne niemanden, der sich darüber beschwert."

Kulturjournal | 28 08 2019 | Klaus Eckel im Gespräch

Sebastian Fleischer

"Maschek bleibt, Merkel bleibt, Putin bleibt"

Mit seinem aktuellen Solo habe Eckel seine Qualitäten nachhaltig unter Beweis stellen können, so das Urteil der aus Kulturjournalisten bestehenden Jury. Und so wird er am 4. November den Hauptpreis des Österreichischen Kabarettpreises entgegennehmen. Noch nachhaltiger ist bis dato das künstlerische Wirken des Synchronisationstrios Maschek, das heuer sein 20-Jahr-Jubiläum feiert. Maschek erhalten den Sonderpreis für Verdienste um die deutschsprachige Satire.

"Aktuell machen wir eher aus Zufall ein ‚Best of‘ über Angela Merkel", erzählt Maschek-Mitbegründer Peter Hörmannseder. "Und wir sind draufgekommen: Es kommen sehr viele Politiker und Politikerinnen - und gehen auch wieder. Aber Maschek bleibt, Merkel bleibt, Putin bleibt."

RaDeschnig, Sonja Pikart weitere Preisträgerinnen

Den Programmpreis erhalten die Kärntner Zwillingsschwestern Birgit und Nicole Radeschnig, die als Musik-Kabarett-Duo RaDeschnig auftreten und genussvoll das Klischee widerlegen, dass Zwillingsgeschwister stets ein Herz und eine Seele seien. Ihr nun preisgekröntes aktuelles Programm "Doppelklick" handelt vom Realitätsverlust im Social-Media-Zeitalter.

Mit jeweils 3.333,33 Euro sind der Haupt-, Programm- und Förderpreis dotiert. Letzteren erhält die deutsche Schauspielerin Sonja Pikart für ihr zweites Soloprogramm "Metamorphose", in dem sie sich durch den Dschungel diverser Identitäten kämpft und in der Kabarettszene Aufmerksamkeit erregen konnte. Das Publikum kann bis Ende Oktober schließlich noch über die beste TV-Comedy- oder Kabarettshow abstimmen.

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