Simone Lehner

SIMON LEHNER

Simon Lehner, Fotografie und Zeitbasierte Medien

geboren 1996 in Wels, lebt und arbeitet in Wien

Meine Arbeiten entstehen aus einem autobiografischen Kern, in dem psychologische Aspekte und Emotionen durch eingebettete fotografische Beobachtung untersucht werden. Die Werke sind als Serie strukturiert und kombinieren Medien die sich um Iterationen des fotografischen Prozesses drehen, von bildbasierten Skulpturen bis zu 3D-Arbeiten. Durch die Einbindung des bereits vorhandenen Archivs entsteht eine Form von "Working from Memory" und bildet eine emotionale Ebene durch das Medium selbst.

HOW FAR IS A LIGHTYEAR, 2005–2019

Father, Archive material 3D rendering, (early stage), C-Print, cold rolled steel frame, mounted on Alu-Dibond, 70 x 54 cm

HOW FAR IS A LIGHTYEAR von Simon Lehner

(Ausschnitt)

SIMON LEHNER

"How far is a lightyear?" untersucht Vaterschaft, Liebe und die Entwicklung von Identität durch Familie. Wir folgen einem Jungen, der mich als Kind repräsentiert und sich zwischen zwei konfrontierenden Seiten in der Familie befindet. Eine 3D Rekonstruktions-Methode, die auf selbst aufgenommen Bilder meines Vaters aus 2005 basiert, zeigt meinen Versuch ein Porträt, ohne physischen Kontakt zu erstellen und ihn über den digitalen Raum greifbar zu machen.

THE MIND IS A VOICE, THE VOICE IS BLIND, 2020

First ever (Mom and me), Archive Material Polyprobylene Print, 150 x 150 x 30 cm

THE MIND IS A VOICE, THE VOICE IS BLIND von Simon Lehner

SIMON LEHNER

Die Serie untersucht die kognitiven Dialoge zwischen traumatischen Erinnerungen und dem Bewusstsein. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen durch häusliche Gewalt untersucht die Serie, wie Erfahrungen durch Bilder verarbeiten werden. Sie widmet sich der Nachhaltigkeit von psychischer Gesundheit, der Entwicklung von Identität durch Familie, häuslicher Gewalt und zeigt meinen Versuch, die Vergangenheit durch Iterationen von fotografischen Prozessen zu erfassen.

MEN DON’T PLAY/MEN DO PLAY, 2019

Soldiers, C-Print, framed, 70 x 50 cm

MEN DON’T PLAY/MEN DO PLAY von Simon Lehner

(Ausschnitt)

SIMON LEHNER

Die Serie untersucht Hyper-Maskulinität anhand eines dokumentarischen Kerns über authentisch simulierte Kriegs gebiete während sie die Grenze zwischen der Authentizität des Mediums und der Realität in Frage stellt. Vier Jahre lang fotografierte ich eine männlich dominierte Subkultur, die Kriege simuliert. Wochenenden mit 50 Stunden pausenloser Kriegsführung mit Waffenimitaten, bis zu 1500 Teilnehmern, Sprengstoffgürtel und künstlichen Todesfällen in den Wäldern Ungarns, Österreichs und Polens.

Ausbildung

  • 2015–2020 Universität für angewandte Kunst Wien, Studium Angewandte Fotografie und Zeitbasierte Medien
  • 2014–2015 Kunstuniversität Linz, Studium Visuelle Kommunikation

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2019 Labs New Artists III, Red Hook Labs, New York City
  • Lensculture Emerging Talent Award, Paris-Photo Fair, Paris
  • A Glitch in the System, Photo Vogue Festival Milan
  • How far is a lightyear?, Rencontres d’Arles, Arles
  • Art Genève, Ruinart solo booth, Genf
  • Rituale I, Fotogalerie-Wien, Wien
  • 2018 How far is a lightyear? Grand Palais, Paris-Photo exhibition, Paris
  • 2017 Facing Austria – Fotohof Edition, Salzburg Museum, Salzburg

Arbeitsvorhaben

Während der Laufzeit des Stipendiums möchte ich meine Arbeit "The mind is a voice, the voice is blind" weiterentwickeln, die sich über eine visuelle emotionale Sprache Themen von psychischer Gesundheit, der Entwicklung von Identität durch Familie und häuslicher Gewalt widmet. Die Serie untersucht, wie wir traumatische Erfahrungen durch Bilder verarbeiten und zeigt den Versuch, die persönliche Vergangenheit durch Iterationen von fotografischen Prozessen zu erfassen.

Service

Simon Lehner

Übersicht

  • Ö1 Talentestipendium 2020