Johannes Davies

PRIVAT

Johannes Davies, Bildnerische Erziehung

geboren 1996 in Hall in Tirol, lebt und arbeitet in Mils bei Hall

Was mich künstlerisch am stärksten prägt, ist der Drang Neues zu probieren. Zu Beginn des Studiums lagen meine Interessen vor allem in den Bereichen Grafik, insbesondere im Tiefdruck, und Bildhauerei, insbesondere im Schmieden. Es zog mich dann aber immer mehr in Richtung digitaler Medien, genauer 3D Computergrafik und Videospielentwicklung. Die schnelle Entwicklung und die schier endlosen neuen Möglichkeiten, die damit einhergehen, kann ich nicht ignorieren.

KERAMIKSTAHLHELME, 2018

Helme, je ca. 30 x 15 x 15 cm

KERAMIKSTAHLHELME

JOHANNES DAVIES

Spätestens seit dem Jahr 2016 sind in Österreich wieder verstärkt rechte Tendenzen aufgekommen, was sich in PEGIDA Märschen und Bürgerwachen manifestierte. Zur selben Zeit habe ich einen verrosteten Nazi-Stahlhelm im Bachbett ausgegraben. Ich habe die Löcher mit Ton kaschiert und ein Gipsnegativ abgenommen und ihn mit Gusston in Serie reproduziert. Die Materialität spielt dabei mit der Fragilität dieses Sicherheitskonzeptes.

RAPOLDIPARK PANOPTICON, 2019

Videospiel

RAPOLDIPARK PANOPTICON

JOHANNES DAVIES

Rapoldipark Panopticon ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem zunehmenden Phänomen der Massenüberwachung. Jedes ergatterte Bild wird nicht mehr irgendwo gelagert und vergessen, sondern ständig durch Algorithmen verglichen und beurteilt, die selbst in unsere Schlafzimmer und intimsten Momente hineinkriechen. Die Grenze zwischen Analogem und Digitalem löst sich auf und mit ihr verschwindet die Grenze zwischen Privatem und Öffentlichem.

SICHERHEIT, 2019

Mezzotinto, 15 x 15 cm (inkl. Rand ca. 40 x 40 cm)

SICHERHEIT

Ausschnitt

JOHANNES DAVIES

Das Werk Sicherheit ist die jüngste Arbeit aus einer längeren künstlerischen Auseinandersetzung mit der Semantik des Begriffs "Sicherheit". Im öffentlichen Diskurs wird Sicherheit meist aus der Perspektive von Überwachung und Strafe diskutiert, die Antwort auf Gefühle der Verunsicherung sind allzu oft Waffen und Grenzzäune. Das aus der Dunkelheit herausgeschabte Bild ist eine persönliche Antwort auf die Frage nach Sicherheit.

Ausbildung

  • seit 2016 Universität Mozarteum Salzburg, Standort Innsbruck, Studium Bildnerische Erziehung
  • seit 2016 Universität Innsbruck, Studium der Physik

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2020 The Map is not the Territory, Plattform 6020, Innsbruck
  • 2019 Einzelausstellung, SICHERHEIT – SAFETY – SECURITY, kunstBOX im PEMA2, Innsbruck
  • SPUREN, Plattform 6020, Innsbruck
  • 36. Österreichischer Grafikwettbewerb, TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol, Innsbruck
  • NOMINIERTENAUSSTELLUNG des FRITZI-GERBER-PREISES 2019 Zeichnung, Galerie Nothburga, Innsbruck
  • 2018 Derzeit: SCHLACHTHOFGASSE, Bildungshaus Batschuns
  • BILDER:KLÄNGE, Universität Mozarteum Salzburg, Standort Innsbruck
  • 2017 Tirol – Straßenbahn – Papier, Die Bäckerei – Kulturbackstube, Innsbruck
  • (M)eine Welt(EN), Universität Mozarteum Salzburg, Standort Innsbruck

Arbeitsvorhaben

Aktuell arbeite ich im Team an der Entwicklung einer virtuellen Galerie, basierend auf Computerspieltechnologie. Dabei geht es nicht darum, einen analogen Raum zu replizieren. Vielmehr gehen wir der Frage nach, wie im digitalen Raum ohne die Fesseln der Realität neue Möglichkeiten für ästhetische Erfahrungen entstehen können.

Service

Johannes Davies

Übersicht

  • Ö1 Talentestipendium 2020