Marko Kodzic

ZORAN MARMAKOVIC

Publikumsvoting

Marko Kodzic

geboren 1985 in Salzburg, lebt und arbeitet in Salzburg.

Arbeitsvorhaben

Ich möchte für meine künstlerische Praxis neue Maltechniken erarbeiten und die Qualität des Mediums für meine Arbeit erschließen. Das Stipendium möchte ich nutzen, um einen Perspektivenwechsel zu vollziehen und um vor Ort zu recherchieren - als Gegenpart zur Arbeit im Atelier. Ich plane mehrere zweiwöchige Arbeitsaufenthalte im Südosten Europas, um die für mich relevanten Architekturen zu untersuchen.

Ich setze mich in meiner Malerei mit dem Thema Raum und Farbe auf verschiedenen Ebenen auseinander.

Kommentar des Künstlers

Was konstituiert Raum, wie wirkt Raum im Bild und was bewirkt ein gewisses Bildformat im Ausstellungs-Raum? Welche Wahrnehmung entsteht, wenn Größenverhältnisse verschiedener Farbflächen im Bild miteinander agieren, gegeneinander konkurrieren? Das Mittel zur Realisierung der perspektivischen Konstruktion ist Farbe. Sie erscheint rein, gebrochen, leuchtend, verfremdet, (un)stimmig, atmosphärisch, etc. Dabei spielt der ruhige Farbauftrag eine entscheidende Rolle. Obwohl nur minimale Bearbeitungsspuren sichtbar bleiben, ist die Materialität der scheinbar distanzierten, monochromen Oberflächen essentiell. Meiner Auseinandersetzung mit Fragen zu Raumkonstruktion, Reduktionsmöglichkeiten und (De)konstruktion von Illusionsraum liegen konkrete Anlässe zugrunde: vorgefundene, physische Raumsituationen, deren Auswahl meinem subjektiven Interesse und meiner selektiven Wahrnehmung unterliegen.

Ausbildung

  • seit 2013: Universität Mozarteum Salzburg, Studium Lehramt Bildnerische Erziehung, Geschichte und Politische Bildung
  • 2014-2020: Universität Mozarteum Salzburg, Studium Malerei (Dieter Kleinpeter)
Paris II, 2019

Paris II, 2019 Türen sind ein immer wiederkehrendes Motiv. Für mich stellen sie keine Trennung, sondern eine Verbindung realer Räume dar. Wie eine Schwelle zu angrenzenden Welten, zu bewusst Wahrnehmbarem und zu Gedachtem, Geglaubtem dahinter. Das Motiv ist ein Hauseingang, das Gerüst die Farbkomposition einzelner Bildkomponenten zueinander. Eine Konstruktion der Perspektive durch Farbfl ächen und die Reduktion einzelner Bildteile aufs Wesentliche gestalten einen Raum, welcher farblich nicht nur Perspektive, sondern auch Atmosphäre schafft.

KODZIC

2020

  • Projektausschreibung Neugestaltung Kreuz Hörsaal 101, Theologische Fakultät Salzburg

2019

  • Einzelausstellung Raum als Raum – erweitert, Galerie Das Zimmer/Foyer Mozarteum, Salzburg
  • KUNSTPREIS 2019, Universität Mozarteum Salzburg
Toskana I

Toskana I Eine offenstehende, toskanische, schmale Tür. Die Reduktion aller anderen Bildelemente bis auf die Türflügel und einer konstruierten Perspektive. Konkurriert die Tür mit einer weißen Fläche oder einer angedachten Perspektive? Wirkt sie dagegen oder gibt sie dem Bild Halt? Das Wesentliche im Bild ist die Tür oder eben alles andere als die Tür. Auflösung der Materialität oder Verkörperlichung des Immateriellen? Die Frage der Perzeption ist eine Sache des Perspektivenwechsels.

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2017

  • Grenzgänge, Galerie Porcia, Spittal a d Drau/Bürgerzentrum Bahnhof, Salzburg
  • Gruppenprojekt Haus 18, Dreifaltigkeitsgasse, Salzburg

2016

  • Einzelausstellung Gedachter Raum, Galerie im Kunstwerk/Mozarteum, Salzburg
  • von mir aus, Künstlerhaus, Salzburg
Salzburg I, 2019

Salzburg I, 2019 Das Überlappen einer Innentür mit der Außenperspektive auf ein Gebäude. Die Entgegensetzung verschiedener Blickwinkel, der Vogel- und Froschperspektive. Die Verschmelzung verschiedener Räume, das Übermalen bestehender Farbstrukturen, die Reduktion auf konstruierte Wirklichkeiten und das Verrücken von Bildebenen. Das Unfertige als Prävention der Übertreibung. Letzten Endes immer eine Auseinandersetzung mit sich selbst.

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2015

  • Projekt Zoom, Foyer Mozarteum, Salzburg

2012

  • Einzelausstellung Symbiose, Markussaal, Salzburg

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