Al Cook

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Radiokolleg | 17 11 2021

Al Cook

Al Cook (alias Alois Koch), Jahrgang 1945, ist der wohl bekannteste Bluesmusiker Österreichs. Seine musikalische Sozialisation erfuhr der gelernte Feinmechaniker mit den Kinofilmen von Elvis Presley im Wien der frühen 1960er Jahre.

Im Zuge der sogenannten "Grünen Welle" trat Cook ab den späten 1960er-Jahren häufig in den Wiener Folk-Lokalen Golden Gate Club und Atlantis auf, wo er mit Bands wie Jack's Angels, The Milestones oder den Schmetterlingen auf der Bühne stand. Anno 1970 erschien sein Debut-Album "Working Man Blues" bei der renommierten Plattenfirma Amadeo, das ihm schlagartig einen überregionalen Bekanntheitsgrad bescherte. In den kommenden Jahren erschienen noch etliche Tonträger, doch ungeachtet der positiven Kritik, blieb Al Cook stets ein Außenseiter. Umgeben von einer Aura des Unnahbaren, war er zu einer fixen Instanz eines Genres aufgestiegen, das es ohne sein Wirken in Österreich wohl erst Jahre später gegeben hätte. Im Jahr 2017 veröffentliche Al Cook seine Memoiren "Kein Platz für Johnny B. Goode". 2020 wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

Albert Sputnik

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