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Im Gespräch | 02 03 2017

Maja Turowskaja

"Der Mensch kommt zweimal zur Welt, als Person und als Persönlichkeit" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Maja Iossifowna Turowskaja, Theaterwissenschafterin, Filmkritikerin, Filmhistorikerin, Drehbuchautorin und Kulturwissenschafterin

Maja Turowskaja, geboren 1924 in Charkow, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, gestorben 2019 in München, war eine der herausragenden Kulturwissenschafterinnen des 20. Jahrhunderts.

Nach ihrem Studium an der philologische Fakultät der Moskauer Lomonossow-Universität und der Theaterfakultät des Staatlichen Instituts für Theaterkunst GITIS (heute Russische Akademie für Theaterkunst) begann sie bereits 1949, sie war knapp 25 Jahre alt, regelmäßig Essays für Kulturzeitschriften zu verfassen. Aber erst nach dem Ende der Stalin-Zeit begann ihre Karriere als einflußreiche Filmtheoretikerin, Kulturwissenschafterin und Drehbuchautorin.

Internationalen Durchbruch erlangte sie 1965 als sie gemeinsam mit Juri Chanjutin und dem Regisseur Michail Romm das Drehbuch für den Dokumentarfilm "Der gewöhnliche Faschismus schrieb". Seit 1960 war sie Mitglied des Schriftstellerverbands der UdSSR und ab 1966 des Verbands der Filmschaffenden der UdSSR. 1998 war sie Mitglied der Internationalen Jury der Berlinale.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz sprach sie über Film und Poesie, den Untergang der UdSSR und die Ästhetik des Kapitalismus.

Maja Turowskaja verstarb 2019 in München.

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