KI-generiertes Bild: Frau blickt auf Netzwerk

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World Radio Day

Die Zukunft von Radio und KI

Der World Radio Day, der Welttag des Radios, wird seit 2012 alljährlich am 13. Februar begangen. Die Generalkonferenz der UNESCO hat den Weltradiotag in Erinnerung an die Gründung des United Nations Radio am 13. Februar 1946 ausgerufen. Das Motto des diesjährigen Weltradiotags lautet übersetzt:"KI als Werkzeug, nicht als Stimme".

Radio und der Einsatz Künstlicher Intelligenz sind eine der Herausforderungen der Gegenwart, so auch am World Radio Day Der UNESCO, der heute wieder begangen wird. Die UNESCO sperrt sich in ihren Empfehlungen nicht gegen den Einsatz von KI, versucht aber klare und transparente Ziele vorzugeben, wie sie zum World Radio Day festhält: KI solle unter anderem dazu genutzt werden, die Bindung zwischen Menschen und dem Medium des Radio zu erhöhen.

In vier großen Punkten hat die UNESCO ihre KI-Richtlinien zusammengefasst: Unter dem Stichwort „Ease und Flow“ sollen mehr Routinetätigkeiten von der KI unterstützt werden. „Sorgsames Wachstum“ nennt sich jener Punkt, für den KI in der Auswertung der Radio-Nutzung herangezogen werden soll.

Unter der Rubrik „Listener Empowerment“ spricht man sich für den KI-Einsatz für eine größere Personalisierbarkeit des Radio-Erlebnisses aus. Die Personalisierung, so hofft es die UNESCO, würde die Bindung zum Medium Radio erhöhen. Und Radio, das belegen immer noch Studien, sei ein Medium des Vertrauens, auch wenn immer mehr Hörerinnen und Hörer formatierte Radio-Angebote wie etwa „Rock Radio“ zurückgreifen und dabei auch den Einsatz von KI tolerieren oder KI oft schon als Gesprächspartner in der Präsentation verwendet wird.

Unter dem Stichwort „Quality Content“ spricht sich die UNESCO für den KI-Einsatz in der Verifikation von Inhaltens aus – immer aber mit dem Bezug, dass die menschliche Kontrolle die Schlüsselinstanz bleibe.

Wie groß die Verbreitung von UKW gestütztem Radio nach wie vor ist, belegen internationale Studien. Österreich ist in Europa, das belegen EBU-Daten, im absoluten Spitzenfeld in der Radionutzung. Über 91 Prozent der Bevölkerung nutzten 2024 auf einer wöchentlichen Basis Radio, der EU-Schnitt liegt bei 81 Prozent.

Neun von zehn Personen, so zeigt eine Untersuchung des britischen Radiocentre UK würden in der Nutzung dieses Mediums einer anderen Tätigkeit nachgehen, was nach wie vor die Stärke und Leichtigkeit in den USA ausmache. Nach einer aktuellen Studie der World Radio Alliance aus dem Februar 2026 ist selbst im US-Radio-Markt FM-Radio mit 41 Prozent Durchdringung bei der Audio-Nutzung der Bevölkerung größer als der Effekt von Streaming-Diensten (23 Prozent) und Podcasts (10 Prozent).

Text: Gerald Heidegger

Ö1 Club-Mitglieder on air

2026 fällt der World Radio Day mit dem Jubiläum "30 Jahre Ö1 Club" zusammen. Ö1 hat daher an diesem Tag zwei Ö1 Club-Mitglieder als Co-Moderator/innen ins Studio geladen.

Thomas Paul Egger

Ö1 Club-Mitglied Thomas Paul Egger

ORF/MAGDALENA GRUNT

"In meinem Alltag ist viel Musik, Konzerte, Oper, Theater und Tanz", sagt das langjährige Ö1 Club-Mitglied, der 73-jährige Internist und Geriater Thomas Paul Egger aus Wien. "Bei Ö1 begeistert mich vor allem das Spektrum an Wissen und der weite Horizont bei der Musik", betont er.

Dem stimmt auch die 34-jährige Managerin für Forschungsprojekte Larissa Dauchner aus der Steiermark zu: "Ö1 nutze ich, um mich weiterzubilden. Es läuft nie im Hintergrund. Ich such mir Sendungen aus und höre sie bewusst nach."

Ö1 Club-Mitglied Larissa Dauchner mit Sohn

Ö1 Club-Mitglied Larissa Dauchner mit Sohn

ORF/MAGDALENA GRUNT

Beide Ö1 Club-Mitglieder begleiten am World Radio Day das Ö1 Publikum gemeinsam mit den Tagesmoderator:innen Sarah Kriesche und Bernhard Fellinger durch den Tag.

Zeitgeschichten #4

KI-Audios, Podcasts, Social Media und Kurzvideos - die Medienlandschaft befindet sich im Umbruch. Unsere Aufmerksamkeit ist eine hart umkämpfte Ressource; die Frage, was seriöse Informationen sind, wird immer wichtiger und der Wettstreit der Meinungen erschwert den Diskurs. Was bedeutet das für die Arbeit von Radiomacherinnen? Die Ö1 Journalistin Andrea Hauer beschäftigt sich intensiv damit, wie wir miteinander sprechen, Diskussionen gelingen und Sprache unser Weltbild prägt und erzählt im ORF-science-Format "Zeitgeschichten" aus ihrem Arbeitsalltag bei Ö1.

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