JOHANNES HUBER
Ö1 Talentebörse
Benedikt Huber, Kontrabass
In Kooperation mit den österreichischen Kunstuniversitäten holt Ö1 junge Künstlertalente Österreichs vor den Vorhang. Schon als Kind zweier Musiker tauchte er früh in die Welt der Musik ein und begann im Alter von sieben Jahren, Kontrabass zu spielen. Bereits mit zwölf Jahren trat er in das Programm für Jungstudierende an der Folkwang Universität der Künste ein. Sein Talent wurde 2010 bei der “International Double Bass Convention” in Berlin belohnt, wo er den ersten Preis errang. Zudem gewann er die ersten Preise beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in den Jahren 2013 und 2016. Nach dem Abitur in Baden-Württemberg nahm er 2017 sein Bachelorstudium an der Folkwang Universität in Essen auf und erhielt dort
Unterricht von renommierten Lehrern wie Olivier Thierry, Pierre-Emmanuel de Maistre, Ömer Faruk Dede und Matthew McDonald.
27. Februar 2026, 11:35
Glaube nicht an Horoskope. Lege nicht viel Wert auf materielle Dinge, obwohl ich gerne Hemden trage. Kann mich sehr in Brettspiele vertiefen.
Geboren: 1999 in Bregenz
Aktuelles Studium: Kontrabass künstlerisch bei PROF Jan Georg Leser, MUK
Mein größter Erfolg: Akademie der WPH
Was ist Kunst?
Das ist für mich weniger entscheidend als die Frage, ob mich etwas begeistern kann oder nicht.
Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Wahrscheinlich durch die Erziehung. Meine Eltern haben mir viel gezeigt und mich viel in Konzerte, Ausstellungen etc. mitgenommen.
Kommt Kunst von Können, Müssen oder Wollen?
In meinem Fall kam es vom Wollen, da ich mein Musikstudium zwar beginnen habe können, nicht aber habe müssen. Ich kenne aber Leute, die sich in anderer Konstellation künstlerisch betätigen.
Wo würden Sie am liebsten auftreten?
Da, wo ich das Gefühl habe, einen Beitrag zu leisten. Unbedingt im Austausch mit einem – vielleicht befreundeten – Duo-Partner, Pult-Nachbarn etc. Geteilte Freude ist doppelte Freude. Das sind für mich die großen Momente.
Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?
Mit Leuten, mit denen ich mich auch sonst gut verstehe. Geht natürlich nicht immer, man muss auch professionell drüber stehen können, sollte das nicht der Fall sein. Wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre dies ein Faktor.
Wie viel Markt verträgt die Kunst?
Darauf habe ich keine sehr originelle Antwort. Es ist ein feiner Grat zwischen gutem Marketing und Geschmacklosigkeit. Da stellt sich immer die Frage des Kontexts und der eigentlichen Aussage des Kunstwerks.
Es gibt auch ein Spannungsverhältnis zwischen bloßer Effekthascherei, zu der Vermarktung neigt, und tieferer Beschäftigung und Verständnis.
Und wie viel Kunst verträgt der Markt?
Das ist eine heikle Frage. Persönlich bekomme ich bei jedem missbrauchten „4 Jahreszeiten“- oder „Lacrimosa“-Jingle in der Werbung oder schlechten Filmen einen kleinen inneren Anfall von Fremdscham.
Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?
Für ein Konzertticket mit Bruckners Achter im Programm.
Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
In einem großen Klangkörper mit Begeisterung für die Sache. Wobei Letzteres besonders wichtig ist.
Haben Sie einen Plan B?
Nicht mehr.
Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?
Weiß ich nicht, wird mir schon jemand mitteilen.
