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1946–2026
Zum Tod von Dolly Parton
Countrylegende Dolly Parton ist tot. Die Sängerin verstarb am Dienstag im Alter von 80 Jahren, wie ihre Familie via Social Media bekanntgab. Die Künstlerin, die mit Hits wie !Jolene! und !I Will Always Love You! weltberühmt wurde, galt als verbindende Ikone quer durch die Gesellschaft - gefeiert bei Konservativen genauso wie in der LGBTQ-Szene. Es gab weltweite Trauerbekundungen.
26. August 2026, 10:55
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Morgenjournal - Nachruf auf Dolly Parton
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Dolly Parton, 1970er Jahre
Sie war die gefeierte Queen of Country, die Königin der Countrymusik. Doch Dolly Rebecca Parton ließ sich ungern in Schubladen stecken. Sie eroberte auch die Popcharts, sang Duette mit Paul McCartney und Sting, brillierte in Filmen an der Seite von Jane Fonda und Lily Tomlin oder veröffentlichte Kinderbücher. Gut 60 Jahre war Parton im Geschäft, über 50 Studioalben hat sie veröffentlicht und dafür unzählige Preise gewonnen. Darunter elf Gammys, drei Emmys und 2025 einen Ehren-Oscar. Über 100 Millionen verkaufte Alben, 25 Nummer Eins Hits in den amerikanischen Country Charts und ein Stern am Hollywood Walk of Fame unterstreichen die Einzigartigkeit ihrer Karriere.
Kindheit in Armut
Geboren wurde Dolly Rebecca Parton am 19. Jänner 1946 im US-Bundesstaat Tennessee in einer kleinen Holzhütte. Die Eltern und ihre insgesamt zwölf Kinder lebten in Armut. In der Kirche und zuhause wurde viel Musik gemacht und gesungen. Dabei zeigte sich schnell das Talent von Parton. Schon mit zehn Jahren trat sie in örtlichen Fernseh- und Radioshows auf. Als Teenager sang sie in der berühmten "Grand Ole Opry"-Show in Nashville.
Nach dem Schulabschluss 1964 zog Parton ganz nach Nashville und begann ein Leben als Songwriterin und Musikerin. Ihre erste Single schaffte es 1967 auf Platz 24 der Country-Charts. Es folgten viele weitere Hits, darunter "Jolene" und "Nine to Five" - und das Liebeslied "I Will Always Love You", das später auch Whitney Houston großen Erfolg einbrachte.
Erster großer Erfolg mit "Dumb Blonde"
Der erste große Erfolg stellte sich nach ihrem 21. Geburtstag mit dem Album "Hello, I'm Dolly" ein. Der erste Titel "Dumb Blonde" (Dumme Blondine) war dann wegweisend. Denn genau mit diesem Image feierte sie Jahrzehnte lang Erfolge - das blonde, üppige Mädchen in Jeans und Flanellhemd, mit der Gitarre in der Hand. Die Kritik an dem Image störte sie nie: "Ich weiß ja selbst am besten, dass ich nicht dumm bin. Und nicht blond." Die Mähne war eines ihrer Markenzeichen.
Mehr als 100 Millionen Plattenverkäufe
Sie stieg schnell zur Königin der Country Music auf. Insgesamt nahm Parton, die gut ein Dutzend Instrumente beherrschte, über 80 Alben auf, hatte mehr als zwei Dutzend Nummer-Eins-Hits. Über 100 Millionen verkaufter Alben stehen auf ihrer Haben-Seite, ebenso wie eine Reihe von Grammys und zahlreiche weitere Auszeichnungen.
Dolly Parton war auch eine knallharte Geschäftsfrau. Sie besaß Restaurants, einen Vergnügungspark namens "Dollywood" und verkaufte sogar Perücken. Doch Parton war auch großzügig: Sie spendete jährlich Millionen für Bildung. Mehr als 2,5 Millionen Bücher bezahlte sie Jahr für Jahr mit ihrer Organisation "Imagination Library".
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Zusammenarbeit mit großen Stars
2022 wurde sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, eine Ehre, die sie zuerst ablehnen wollte. Sie verdiene es nicht, weil sie sich nicht als Rockstar sehe, lautete ihr Argument. Nachdem ihr die Ehrung dennoch zuteilgeworden war, ging sie ins Studio, um ein Rockalbum aufzunehmen. 2023 erschien das Cover-Album Rockstar, auf dem sie gemeinsam mit Legenden wie Paul McCartney, Ringo Starr, Elton John, Sting und Sheryl Crow zu hören ist.
Dolly Parton bei ihrer Hall-of-Fame-Einführung, 2022
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Flaggen in den USA auf Halbmast
US-Präsident Donald Trump würdigte Parton am Dienstag als große Musikerin und Vorbild für Millionen von Menschen. Sie sei „eine der größten Countrysängerinnen aller Zeiten“ gewesen, so Trump. Zu ihren Ehren lasse er die US-Flagge ab Dienstagabend (Ortszeit Washington) überall in den Vereinigten Staaten für eine Woche auf halbmast setzen. Zu Ehren der verstorbenen Künstlerin tauchte das Empire State Building in New York die Spitze des Gebäudes am Abend in glitzerndes, rosa Licht, wie die Betreiber mitteilten.
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Beyoncé: "Du warst der Maßstab"
Es gab zudem weltweite Trauenbekundungen, darunter von zigtausenden Fans in den sozialen Netzwerken. Popstar Elton John würdigte sie als „gigantische Künstlerin“ mit dem „gütigsten Herz“, Oscar-Preisträgerin Jane Fonda schrieb, Millionen Menschen trauerten um die Countryikone. Auch Taylor Swift und Beyonce als zwei der erfolgreichsten US-Musikerinnen der Gegenwart würdigten Parton.
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"Eine Welt ohne Dolly fühlt sich nicht möglich, nicht real und nicht richtig an", teilte Swift am Dienstagabend (Ortszeit) den Branchenmagazinen "Variety" und "The Hollywood Reporter" mit. R&B-Sängerin Beyoncé schrieb auf ihrer Website: "Du warst der Maßstab. Der Nordstern. Kühn und brillant. Talentiert und unbeirrbar. "
Weiter ergänzte Beyoncé, die Parton zu einer Mitwirkung an ihrem Grammy-prämierten Country-Album "Cowboy Carter" eingeladen hatte, auf ihrer Website: "Du hast so viele Lektionen darüber erteilt, wie man ganz man selbst sein kann." Swift ließ zudem wissen: "Aber aufgrund der grenzenlos großzügigen Art, wie sie ihre Zeit auf dieser Erde verbrachte, und der zahllosen Leben, die sie zum Besseren verändert hat, wird ihr Vermächtnis für immer weiterleben."
Text: APA/Red.
