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Kontext
Sachbücher im Oktober
Die monatlich erscheinende Sachbuch-Bestenliste der Medienpartner "Die Literarische Welt", Radiosender WDR 5, "Neue Zürcher Zeitung" sowie Ö1.
30. September 2026, 14:10
Unabhängiges Gremium
Unsere Liste wird von einem unabhängigen Gremium erstellt, dem Fachjournalisten und renommierte Publizisten angehören, darunter Wissenschaftler wie Herfried Münkler und Jochen Hörisch. Das Gremium, das ab Januar noch erweitert werden wird, ermittelt monatlich zehn Bücher auf Basis von Punkten. Jeder Juror, jede Jurorin kann 8, 6, 4 oder 2 Punkte für vier Bücher vergeben.
Die Jury
- Tobias Becker, Der Spiegel
- Manon Bischoff, Spektrum der Wissenschaft
- Kirstin Breitenfellner, Falter
- Natascha Freundel, RBB-Kultur
- Eike Gebhardt, Berlin
- Jochen Hörisch, Universität Mannheim
- Günter Kaindlstorfer, Ö1
- Otto Kallscheuer, Italien
- Petra Kammann, FeuilletonFrankfurt
- Jörg-Dieter Kogel, Bremen
- Wilhelm Krull, The New Institute, Hamburg
- Marianna Lieder, Freie Kritikerin, Berlin
- Lukas Meyer-Blankenburg, SWR
- Herfried Münkler, Humboldt-Universität zu Berlin
- Gerlinde Pölsler, Falter, Wien
- Marc Reichwein, Die Welt
- Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung
- Sandra Richter, Deutsches Literaturarchiv Marbach
- Wolfgang Ritschl, Ö1
- Florian Rötzer, Krass & Konkret
- Marc Reichwein, Die Welt
- Norbert Seitz, Berlin
- Anne-Catherine Simon, Die Presse
- Philipp Theisohn, Uni Zürich
- Joachim Treusch, Jacobs-University, Bremen
- Knud von Harbou, Feldafing
- Andreas Wang, Berlin
- Harro Zimmermann, Bremen
- Stefan Zweifel, Zürich
- Redaktion: Andreas Wang
1. Peter-André Alt
"Die Kanzler und die Intellektuellen. Geschichte einer unbequemen Beziehung", C. H. Beck Verlag, 811 Seiten
2. Philipp Blom
"Die strauchelnde Welt. Eine Globalgeschichte 2001 - 2014", Carl Hanser Verlag, 397 Seiten
ex aequo, Michael Riepl
"Ferne Heimat Altmontal. Das Leben meiner Großmutter zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus", C. H. Beck Verlag, 304 Seiten
4. Samuel Beckett
"German Diaries. 28. September 1936 - 1. April 1937". Deutsch & Englisch. Übersetzt von Gaby Hartel, herausgegeben von Mark Nixon und Oliver Lubrich, Suhrkamp Verlag, 1352 Seiten
5. Geraldine Schwarz
"Wer wir waren, wer wir sind. Eine Geschichte Europas". Übersetzt von Elsbeth Ranke und Thomas Studer, Verlag Rowohlt Berlin, 560 Seiten
6. Asma Mhalla
"Cyberpunk. Das neue totalitäre System". Übersetzt von Stephanie Singh, C. H. Beck Verlag, Edition Mercator, 137 Seiten
7. Susan Neiman
"Nennen wir es Böse. Die Politik unserer Zeit verstehen". Übersetzt von Manuela Grabinger, Verlag Hanser Berlin, 317 Seiten
ex aequo, Geraldine Oetken
"Frieda. Die Suche nach meiner vergessenen Urgroßtante", S. Fischer Verlag, 336 Seiten
9. Andrea Wulf
"Der Reisende. Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit". Übersetzt von Andreas Wirthensohn, C. Bertelsmann Verlag, 592 Seiten
10. Marlen Hobrack
"Stolz und Zweifel. Eine Verteidigung der Mutterschaft", Verlag HarperCollins, 238 Seiten
Besondere Empfehlung des Monats Oktober von Ursula Münch (Direktorin der Akademie für Politische Bildung und (beurlaubte) Prof. für Politikwissenschaft Universität der Bundeswehr München): Olaf Sundermeyer, "Blaues Land. Über Leben mit der AfD". Herder Verlag, 288 Seiten
"Der Reporter beim rbb analysiert zum einen das politische Vorfeld der AfD und zeigt auf, wie das lokale Wirken von Protagonisten in der „neurechten Bewegung“ die AfD überhaupt erst in die Lage versetzt hat, in mehreren ostdeutschen Ländern zur dominierenden politischen Kraft zu werden. Den damit verbundenen gesellschaftlichen Kulturwandel wolle die Partei und ihr Umfeld nun auf die alte Bundesrepublik übertragen. Zum anderen kritisiert Sundermeyer die Hilflosigkeit der gemäßigten politischen Kräfte: Migration sei auch deshalb zum Erfolgsthema für AfD geworden, weil diese jede migrationsskeptische Äußerung sofort in die extremistische Ecke eingeordnet hätten. Er verbindet seine Analysen aus dem „blauen Land“ mit einer Empfehlung an die Parteien im Westen: Gezielt gegen die AfD gerichtete Abwehrregelungen hätten sich nicht bewährt. Und eine Partei, die „immer auf der Suche nach der Schwäche der anderen“ sei, profitiere von Hadern, Ängstlichkeit sowie Leisetreterei der Gemäßigten." (Ursula Münch)
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