Menschen vor Riesenbüchern

APA/DPA/HENDRIK SCHMIDT

Kontext

Sachbücher im Oktober

Die monatlich erscheinende Sachbuch-Bestenliste der Medienpartner "Die Literarische Welt", Radiosender WDR 5, "Neue Zürcher Zeitung" sowie Ö1.

Unabhängiges Gremium

Unsere Liste wird von einem unabhängigen Gremium erstellt, dem Fachjournalisten und renommierte Publizisten angehören, darunter Wissenschaftler wie Herfried Münkler und Jochen Hörisch. Das Gremium, das ab Januar noch erweitert werden wird, ermittelt monatlich zehn Bücher auf Basis von Punkten. Jeder Juror, jede Jurorin kann 8, 6, 4 oder 2 Punkte für vier Bücher vergeben.

1. Peter-André Alt

"Die Kanzler und die Intellektuellen. Geschichte einer unbequemen Beziehung", C. H. Beck Verlag, 811 Seiten

2. Philipp Blom

"Die strauchelnde Welt. Eine Globalgeschichte 2001 - 2014", Carl Hanser Verlag, 397 Seiten

ex aequo, Michael Riepl

"Ferne Heimat Altmontal. Das Leben meiner Großmutter zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus", C. H. Beck Verlag, 304 Seiten

4. Samuel Beckett

"German Diaries. 28. September 1936 - 1. April 1937". Deutsch & Englisch. Übersetzt von Gaby Hartel, herausgegeben von Mark Nixon und Oliver Lubrich, Suhrkamp Verlag, 1352 Seiten

5. Geraldine Schwarz

"Wer wir waren, wer wir sind. Eine Geschichte Europas". Übersetzt von Elsbeth Ranke und Thomas Studer, Verlag Rowohlt Berlin, 560 Seiten

6. Asma Mhalla

"Cyberpunk. Das neue totalitäre System". Übersetzt von Stephanie Singh, C. H. Beck Verlag, Edition Mercator, 137 Seiten

7. Susan Neiman

"Nennen wir es Böse. Die Politik unserer Zeit verstehen". Übersetzt von Manuela Grabinger, Verlag Hanser Berlin, 317 Seiten

ex aequo, Geraldine Oetken

"Frieda. Die Suche nach meiner vergessenen Urgroßtante", S. Fischer Verlag, 336 Seiten

9. Andrea Wulf

"Der Reisende. Georg Forster und die Entdeckung der Menschlichkeit". Übersetzt von Andreas Wirthensohn, C. Bertelsmann Verlag, 592 Seiten

10. Marlen Hobrack

"Stolz und Zweifel. Eine Verteidigung der Mutterschaft", Verlag HarperCollins, 238 Seiten

"Der Reporter beim rbb analysiert zum einen das politische Vorfeld der AfD und zeigt auf, wie das lokale Wirken von Protagonisten in der „neurechten Bewegung“ die AfD überhaupt erst in die Lage versetzt hat, in mehreren ostdeutschen Ländern zur dominierenden politischen Kraft zu werden. Den damit verbundenen gesellschaftlichen Kulturwandel wolle die Partei und ihr Umfeld nun auf die alte Bundesrepublik übertragen. Zum anderen kritisiert Sundermeyer die Hilflosigkeit der gemäßigten politischen Kräfte: Migration sei auch deshalb zum Erfolgsthema für AfD geworden, weil diese jede migrationsskeptische Äußerung sofort in die extremistische Ecke eingeordnet hätten. Er verbindet seine Analysen aus dem „blauen Land“ mit einer Empfehlung an die Parteien im Westen: Gezielt gegen die AfD gerichtete Abwehrregelungen hätten sich nicht bewährt. Und eine Partei, die „immer auf der Suche nach der Schwäche der anderen“ sei, profitiere von Hadern, Ängstlichkeit sowie Leisetreterei der Gemäßigten." (Ursula Münch)

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