ORF/ORSINI UND ROSENBERG
Radiokolleg | 20. Mai 2026
Im Warteraum der EU (3) - Nordmazedonien
Der Weg in die EU hat sich für Nordmazedonien in ein Labyrinth verwandelt. Und das, obwohl das Land bereits im April 2001 einen Stabilisierungs- und Assoziierungsvertrag mit der EU unterzeichnet hat - ein halbes Jahr früher als Kroatien, das 2013 beitrat. Der Grund für die Verzögerung war ein historischer Streit mit dem südlichen Nachbarn Griechenland. Um diesen beizulegen, änderte Mazedonien seinen Namen in Nordmazedonien. Mit Bulgarien legte der nächste Nachbar ein Veto ein. Das Resultat: Die EU verliert an Popularität und Glaubwürdigkeit. Im kleinen Nordmazedonien lässt sich beobachten, warum die Erweiterung ein so lähmender Prozess ist: Länder, die bereits im „Club“ sind, können jederzeit ein Veto einlegen.
15. September 2026, 19:36
Nordmazedonien und seine nervigen Nachbarn
Gestaltung: Franziska Tschinderle. Host: Marie-Luise Stockinger. Redaktion: Ute Maurnböck
