Hörspiel Suche

ANEURYSMA

Autor

Stefan Weber (Schweiz)

Vorlage

mit Zitaten aus „Muttermord“ von Géza Csáth und „The Diary of Géza Csáth“

Regie

Stefan Weber

Musik

Stefan Weber, Géza Csáth

Produktion

Autorenproduktion im Auftrag des ORF , 2018 (Neuproduktion)

Schnitt

Stefan Weber

Ton

Stefan Weber

Mit

Katrin Thurm (weibliche Stimmen)
Markus Meyer (männliche Stimmen)

Musiker:
Stefan Weber (Elektroakustik)
Gergely Kuklis (Violine)

Dramaturgie und Redaktion: Philip Scheiner

Inhalt

In seinem jüngsten Hörspiel entwirft der Schweizer Autor und Regisseur Stefan Weber eine mehrdimensionale Topografie, gespeist aus zwei Erfahrungs- und Dichtungswelten: Er bringt die Literatur des ungarischen Schriftstellers und Psychiaters Géza Csáth in Kontakt mit der Erzählung des Schweizer Journalisten Josef Brenner. Beide Landschaften sind bebildert von den Ein- und Auswirkungen einer Substanz: einmal von Csáths Opiumräuschen, über die er geschrieben hat, einmal von Brenners Morphiumdosen, die er sich nach einer schweren Operation verabreicht. Sprachlich und klanglich vollbringen die Figuren ein gemeinsames episodisches Werk, in einhundertjährigem Abstand und größter literarischer Nähe – ein Vexierspiel um Realität, Utopie, Rausch und Zeit.

„Die Wahrnehmung der Seelenlandschaft auf Morphium wirkt mikroskopisch genau, verführerisch nüchtern und ist klanglich phänomenal. Ein morbides Amüsement und Grund zur Vertonung“, sagt Stefan Weber. Das Phänomen Klang findet in dem Hörstück unter anderem auf elektroakustischer Ebene starken Ausdruck, indem Weber die verwendeten Geräusche „binaural“ aufgenommen hat – diese entfalten in der Wiedergabe über Kopfhörer eine besondere räumliche Genauigkeit, welche den von den Dichtern erlebten und von den Hörenden zu erlebenden Welten, vortrefflich entspricht.

Mit Markus Meyer und Katrin Thurm. Klang, Sounddesign, Technik und Regie: Stefan Weber (Autorenproduktion im Auftrag des ORF 2018)

Sendedaten

01.12.2018 (NP, 56:33 min ) mehr dazu im Ö1 Programm

Trailer

Aneurysma, 2:25