Betrifft: Geschichte

König Ottokars Glück und Ende. Der Premyslide zwischen Babenbergern und Habsburgern. Mit Karl Brunner, Institut für Geschichte, Universität Wien

Er war der bedeutendste Reichsfürst in der Zeit des sogenannten Interregnums zu Mitte des 13. Jahrhunderts. Nach dem Aussterben der kaiserlichen Stauffer strebte er von Böhmen und Mähren, der Mitte Europas, aus danach, sein Reich - oder zumindest seinen Einfluss - nach Norden und Süden auszudehnen. Mit Erfolg.

Als er Rudolf I. die Anerkennung als gewähltem deutschem König verweigerte, war er der mächtigste Mann zwischen dem neugegründeten Königsberg (an der Ostsee) und der oberen Adria. In der Auseinandersetzung mit Rudolf verlor er schließlich sein Reich und sein Leben und wurde so zur tragischen Gegenfigur in Grillparzers "staatstragendem" Stück.

Sendereihe