matrix - computer & neue medien
Der unstillbare Bedarf an Energie. Gestaltung: Mariann Unterluggauer
2. Mai 2010, 22:30
Eine Million Dollar - so wird gemunkelt - zahlt der Online-Dienst "facebook" allein für den Stromverbrauch seiner 13.000 Rechner monatlich. Für 2010 rechnet man damit, dass der Bedarf an Computern allein für dieses Unternehmen auf 50.000 Maschinen und mehr anwächst.
Ein Datencenter in der Größe einer kleinen Fabrik hat einen Energiebedarf, der dem einer Kleinstadt entspricht: Schließlich müssen die Prozessoren nicht nur laufen, sie müssen auch gekühlt werden. Für die Vision "Future Cinema", der Übertragung eines 90-Minuten-Films mit hochauflösender Bildqualität über Glasfaserkabel, braucht es nach den Berechnungen eines japanischen Forschungszentrums die Leistung eines ganzen Atomkraftwerks.
"Always on", egal ob am Handy, Laptop oder Standgerät, lautet ein Slogan für die Zukunft. Das bedeutet, dass überall und jederzeit eine Steckdose oder Ersatzbatterie bei der Hand sein muss. Und selbst die kleinen RFID-Chips, die in Anzugsjacken und Stiegenhäusern angebracht werden sollen, brauchen das kostbare Gut Energie. Kein Wunder, dass Wissenschafter versuchen, diesen unstillbaren Bedarf an Energie besser in den Griff zu bekommen.
Auf der internationalen Konferenz "e-energy", die Mitte April in Passau stattgefunden hat, diskutierten Wissenschafter und Vertreter der Industrie über energieeffizienteres Computing.
