Hörbilder
"Goldrausch". Vom Verschwinden eines Karpatendorfes. Von Lavinia Lazar und Carsten Dippel
17. Juli 2010, 09:05
In den rumänischen Karpaten, eingebettet in eine stolze Gebirgslandschaft, liegt das Goldgräberdorf Rosia Montana. Eine Vielzahl denkmalgeschützter Häuser, die vom einstigen Reichtum der Bewohner zeugen. Schon die Römer haben hier Edelmetalle gewonnen.
Nun will eine kanadische Firma an dieser Stelle das größte Goldbergwerk Europas errichten. 300 Tonnen Gold und 2.100 Tonnen Silber sollen innerhalb von 17 Jahren abgebaut werden. Um das zu leisten, muss die gesamte Region in eine Kraterlandschaft verwandelt werden. Es droht ein ökologisches Desaster.
Zwist und Verfall hat die Firma in den Ort gebracht. Hunderte Familien wurden bereits umgesiedelt. Im jahrelangen Kampf um Rosia Montana sind Familien und Freundschaften zerbrochen. Eine vergiftete Atmosphäre schon heute, obwohl noch nicht einmal entschieden ist, ob das Projekt realisiert wird (Produktion RBB/DLF 2009).
