Nachtbilder - Poesie und Musik
"Der firnschwarze Mond. Ein Nachtflug in 17-Silbern". Von Joachim Gunter Hammer (Verlagshaus Hernals). Gestaltung: Nikolaus Scholz. Redaktion: Edith-Ulla Gasser
18. September 2010, 00:08
"Mit insgesamt 17 Silben ist das Haiku die kürzeste Gedichtform der Welt. Gegenstand des Haiku ist ein Naturgegenstand außerhalb der menschlichen Natur. Abgebildet wird eine einmalige Situation oder ein einmaliges Ereignis. Diese Situation oder dieses Ereignis wird als gegenwärtig dargestellt. Die dargestellten Dinge sind Repräsentanten erlebter Momente und der damit verbundenen Gefühle. Die Natur spiegelt die Seele, Objekte werden stellvertretend und symbolhaft benutzt". Soweit die Internet-Enzyklopädie "Wikipedia" zum Thema der Gedichtform des Haikus. Der Grazer Lyriker Joachim Gunter Hammer ordnet seine Haikus nach Themenkapiteln. Exotisch inspiriert die einen, handfest in unserem Alltag verwurzelt die anderen, und wieder andere vermischen diese beiden Sphären in einer sehr reizvollen Form.
Joachim Gunter Hammer wurde 1950 in Graz geboren. Er studierte Biologie, Physik und Chemie und war Lehrer an verschiedenen steirischen Gymnasien. Joachim Gunter Hammer lebt heute in Edelstauden in der Steiermark und schreibt vorwiegend Lyrik und Kurzprosa.
Lyrikbände (Auswahl):
"Karneval", "Lurenbläser", "Verrückung", "WAHRnehmung", "Gedichte zur Wende eines dunklen Rückens", "Vom Zuhause der Wörter. Gedichte aus den Sternumläufen 1983-87", "Aschenlieb", "Scheinwerfer", "Der blaue Kürbis. Haiku, Senruy, Tanka", "Noch grünt ein Rauschen" und "Dunkelrote Mischung. 17-Silber und Tanka".
