Betrifft: Geschichte

Betrifft: Geschichte

Korruption in der Antike. Verführt durch Geld, Macht, Einfluss. Mit Edith Specht (Institut für Alte Geschichte, Numismatik, Universität Wien). Gestaltung: Martin Adel

Schon im 2. Buch Moses stehen die Worte: "Du sollst dich nicht durch Geschenke bestechen lassen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verdrehen die Sache derer, die im Recht sind." Natürlich ist Korruption älter als die Antike. Aber zumindest kommt die Bezeichnung "corruptio" aus dem Lateinischen. Das Verb "corrumpere" bedeutet so viel wie brechen, zerreißen, stürzen. Und diese Stammbedeutungen weisen schon darauf hin, dass durch Korruption ein ganzes Gemeinwesen zusammenbrechen oder -stürzen kann.

Ungeachtet der geahnten oder gekannten Gefährdung gesellschaftlicher Ordnung war Korruption allerdings weit verbreitet im alten Rom. Ämter-Bestechung und die Bestechung, um diese Ämter zu erlangen, standen auf der Tages-"Ordnung". "do ut des" - ich gebe dir, damit du mir gibst - dieses Prinzip ist an sich noch nicht zwingend unmoralisch. Aber es kann es werden, wenn die Güter, um die es geht, an der Rechtsordnung und an den legitimen Ansprüchen einer Gesellschaft vorbei zu deren Nachteil und zum individuellen Vorteil einiger weniger umverteilt werden. Gleich, ob es sich um Macht, Geld oder Einfluss handelt.

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