Von Tag zu Tag

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"Wenn Beobachter erzeugen, was sie vorhersagen. Über die Standards der Ratingagenturen". Gast: Björn Griesbach. Moderation: Rainer Rosenberg. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

Vergangene Woche veröffentlichte eine Gruppe von Forschern der Universität St. Gallen ihre Ergebnisse einer Studie über die Auswirkung der Arbeit der Agenturen, die die Kreditwürdigkeit von Staaten und Finanzinstitutionen einschätzen.

Die Zauberworte von Triple A bis "Ramsch"-Status für Wertpapiere bedeuten Wohl und Wehe bei den Zinsen für ausgeliehenes Geld, und so wird es zum Beispiel für wirtschaftlich starke Länder viel leichter Ihre Schulden zu bedienen als für arme. Die Reichen bieten mehr Sicherheit die Armen mehr Risiko, und Risiko will durch hohe Zinsen abgegolten werden.

Dieser Tage hat der österreichische Nationalbankpräsident Ewald Nowotny kritisiert, Rating Agenturen würden südamerikanische Staaten weniger kritisch bewerten als europäische, und die europäische Aufsichtsbehörde ESMA hat gedroht, den führenden drei Ratingagenturen die Zulassung in Europa zu verweigern.

"Der Kapitalmarkt, auf dem die Zinssätze für Staatsschulden bestimmt werden, glaubt den Urteilen der Ratingagenturen offenbar auch dann, wenn diese den Fundamentaldaten zuwider liegen", so die Autoren, das heißt, dass auf diesem Weg die Einschätzungen der Agenturen zu sich selbst erfüllenden Prognosen werden.

Rainer Rosenberg spricht mit Björn Griesbach, einem der Studienautoren, über Wege zwischen Gesetzmäßigkeiten der Finanzmärkte und Handlungsmöglichkeiten nationaler und internationaler Politik.

Service

Gerne finden Sie die Informationen zur genannten Studie
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