Dimensionen - die Welt der Wissenschaft
Wissen, Glauben und Gewissheit. Ludwig Wittgenstein und die Erkenntnistheorie. Gestaltung: Marlene Nowotny
1. September 2011, 19:05
"Weiß ich, oder glaube ich nur, dass ich L. W. heiße?" - Ja, wenn die Frage hieße "Bin ich sicher, oder vermute ich nur, dass ich ...", da könnte man sich auf meine Antwort verlassen. So Ludwig Wittgenstein in seinem Werk "Über Gewissheit". Bei dieser Publikation handelt es sich um eine Auswahl von Notizen aus Wittgensteins Nachlass. Die Texte wurden alle zwischen 1949 und 1951 geschrieben, aber erst 1969, 18 Jahre nach Wittgensteins Tod, veröffentlicht.
Wittgenstein geht in diese Texten vor allem auf die Probleme der Erkenntnistheorie ein. Eine Thematik, der sich auch das diesjährige Wittgenstein Symposion der Österreichischen Ludwig Wittgenstein Gesellschaft widmet. Was bedeutet es eigentlich, etwas zu wissen? Hat das Wort "wissen" für uns immer dieselbe Bedeutung? Oder verwenden wir dieses Wort in einem anderen Sinn, wenn es um wichtige Anliegen und Kontexte geht? Was unterscheidet "Wissen" vom "Glauben"? Und welchen Beitrag leisten fremde Zeugnisse zu unserem Wissen? Vergewissern wir uns der Richtigkeit von Informationen, die von außen auf uns eindringen, die unser Wissen ausmachen? Und unter welchen Voraussetzungen stellen wir Wissen in Frage, melden Dissens an und fühlen uns dabei vernünftig?
Diese und andere Fragen waren im August Thema des 34. Internationalen Wittgenstein Symposions in Kirchberg am Wechsel.
