Ambiente

Reisen mit Ö1. Reisemagazin: Schauplätze der Musik u. a. mit: "Mi Buenos Aires Querido": Auf den Spuren der Tango-Legende Carlos Gardel in der argentinischen Hauptstadt. Gestaltung: Christina Höfferer; "Trompetenecho" - ein Besuch in Begunje, dem Geburtsort der weltberühmten Musikerfamilie Avsenik. Gestaltung: Eva Roither

"Mi Buenos Aires Querido" - "Mein geliebtes Buenos Aires" ist einer der Tangos, die durch Carlos Gardel weltberühmt wurden. Gardel machte den Tango salonfähig, er selbst trat auf den wichtigsten Bühnen der Welt auf und wurde ein gefeierter Star, und das obwohl er als Kind mit seiner alleinerziehenden Mutter aus Frankreich nach Argentinien eingewandert war und mittellos aufwuchs. In Buenos Aires ist heute die Casa Carlos Gardel zu besuchen, die einst der Sänger für seine Mutter erwarb.

Begunje liegt 7 Kilometer östlich von Bled. Ein kleiner Ort am Fuß der Karawanken. Aus sehr unterschiedlichen Gründen gelangte dieser Ort am Eingang des Draga-Tales zu Berühmtheit:
Ende der 1920er Jahre werden hier die Brüder Slavko und Vilko Avsenik geboren. Die beiden Brüder sollten ab den 1950er Jahren mit ihrer Musik weltberühmt werden. Als "Slavko Avsenik und seine Original Oberkrainer" (Original Oberkrainer Quintett) verkaufen sie rund 36 Millionen Tonträger, spielen sowohl im ehemaligen Jugoslawien, als auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz in ausverkauften Konzertsälen.

Die Oberkrainer Besetzung besteht aus Akkordeon, Baritonhorn, Gitarre, Klarinette,
Trompete und natürlich aus ein- oder mehrstimmigem Gesang. Heute führen Sohn Gregor und Enkel Saso Avsenik die Musiktradition fort. Saso spielt auf dem Akkordeon seines Großvaters Slavko.

In den 50 Jahren des Bestehens der "Avseniki" hat Slavko mehr als 800 verschiedene Polkas und Walzer komponiert. Als Beitrag zur Völkerverständigung wurden die Liedtexte für das jeweilige Gastland adaptiert: Mit den "Avseniki" reist das Publikum "Veselo po Sloveniji" ("Fröhlich durch Slowenien"), mit den "Oberkrainern" hingegen führt die Reise zur selben Melodie "Kreuz und quer durch die Schweiz". Zu jeder Melodie gibt es die entsprechende deutsche Übersetzung. Nur ein Lied wurde nicht ins Deutsche übersetzt. Es handelt unter anderem vom Zweiten Weltkrieg: Am Ortsrand befindet sich das Schloss Katzenstein aus dem 16. Jahrhundert. Dieses wurde von der Gestapo als Hauptquartier und Gefängnis genutzt. 12.000 Menschen wurden hier festgehalten und 1.000 wegen angeblicher Beteiligung an Partisanenaktionen gefoltert und erschossen. In einem Seitenflügel des Schlosses, den ehemaligen Gefängniszellen, wurde das Geisel-Museum als Gedenkstätte eingerichtet.

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