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20 Jahre Nachbar in Not. Tagebuch einer Katastrophenhilfe in Pakistan. Aufgezeichnet von Monika Kalcsics
2. Juni 2012, 09:05
Am 26. Mai 1992 wurde eine Hilfsaktion namens "Nachbar in Not" ins Leben gerufen und war insgesamt 10 Jahre lang Synonym für österreichische Hilfe in Jugoslawien. Heute ist "Nachbar in Not" international tätig und hat einen Namen als rot-weiß-rote Hilfe in Europa, Afrika, Pakistan, Südostasien und Haiti.
Ende Juli 2010 kam es in Pakistan infolge eines außergewöhnlich starken Monsunregens zu katastrophalen Überschwemmungen. Die Wassermengen des Indus, der das Land auf einer 1.500 km langen Strecke durchfließt, zerstörten zuerst Gebiete im Nordwesten Pakistans. Dann überschwemmte der Fluss die südlichen Provinzen. Eine Fläche so groß wie Großbritannien stand unter Wasser, mehr als 15 Millionen Menschen waren betroffen, sechs Millionen benötigten unmittelbare Nothilfe als Umweltflüchtlinge in ihrem eigenen Land.
Es bedurfte drastischer Worte des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon, um die internationale Staatengemeinschaft zu alarmieren. Das Unglück passierte ausgerechnet in einem Land, das seit Jahren in der medialen Berichterstattung mit Terrorismus in Zusammenhang gebracht wird. Die falsche Katastrophe also im falschen Land? Schleppend setzten schließlich die Hilfslieferungen ein. Die größte Herausforderung war zu Beginn die Logistik. Wie sollte man rasch zu den Menschen in den überschwemmten Gebieten vordringen? Und mit der Dauer der Katastrophe verschlimmerte sich die hygienische Situation der Flutopfer drastisch.
Ein Wettlauf gegen Wasser, Schlamm und bürokratische Hürden aufgezeichnet von Monika Kalcsics, die als Katastrophenhelferin für die Caritas in Pakistan gearbeitet hat.
