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Atacama - Oase der Astronomen. Das ESO-Observatorium auf Cerro Paranal (Teil 1)
Gestaltung: Armin Stadler

Die Atacama im Norden Chiles, die trockenste Wüste der Erde, ist eine Oase für Astronomen. Die Nächte sind sternenklar, die Luftturbulenzen schwach und nirgendwo stören Stadtlichter die Finsternis. Auf dem über 2600 Meter hohen Cerro Paranal hat die Europäische Südsternwarte (ESO) eines ihrer drei Observatorien platziert.

Nächtens fangen die Astronomen das Licht am Südsternhimmel ein. Bei Tag schlafen und logieren sie in einer unterirdischen Residenz, deren Fensterfront wie die Flanke eines Riesenreptils aus dem Wüstensand ragt. Mehr als 130 Menschen leben und arbeiten hier: ESO-Astronomen, Ingenieure, Gastwissenschafter, Fahrer, Reinigungspersonal, Köche. Für die Angestellten dauert die Schicht zwischen 8 Tage und zwei Wochen. Was für den Alltag benötigt wird, muss aus der Hafenstadt Antofagasta herbei geschafft oder vor Ort selbst produziert werden: Wasser, Lebensmittel, Strom. Auf Paranal gibt es einen Musikraum, ein Billardzimmer, ein Hallenbad, einen tropischen Garten, ein Fitnessstudio und eine medizinische Station. Und wenn ein Astronom beten möchte, geht er in den Container, wo die ESO-Kapelle untergebracht ist.

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