Betrifft: Geschichte

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Die Welt der Legionäre. Die römischen Militärlager auf österreichischem Boden. Mit Reinhard Pohanka, Archäologe, Historiker, Publizist. Gestaltung: Gudrun Braunsperger

Auf dem Gebiet des heutigen Österreich befanden sich zur Zeit der römischen Herrschaft drei Legionslager: Carnuntum (Petronell/ Deutsch Altenburg), Vindobona (Wien) und Lauriacum (Enns an der Donau).

Die Lager dienten zur Sicherung der Grenzen gegen die germanischen Stämme nördlich der Alpen. Die Truppen brachten römische Zivilisation und technischen Fortschritt in die Region, sie versorgten den Raum mit Infrastruktur, indem sie Straßen, Brücken und Wasserleitungen bauten und Krankenhäuser, Bäder und Amphitheater errichteten.

Mit der Zeit entwickelten sich eigene Lagervorstädte, in denen die Familien der Soldaten lebten, dort gab es Gewerbebetriebe, Schenken und Bordelle. Mit dem Niedergang der römischen Macht im 4. Jahrhundert wurden die Lager zunächst verkleinert und später verlassen.

Aus der Restsiedlung in Vindobona entstand im Frühmittelalter die Keimzelle der Stadt Wien. Der Name eines bedeutenden römischen Kaisers ist mit der Geschichte der römischen Besatzung auf österreichischem Boden verbunden: Der Stoiker Marc Aurel schrieb einen Teil seiner "Selbstbetrachtungen", während er von Carnuntum aus den Abwehrkampf gegen die Markomannen und Quaden führte.

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