Salzburger Nachtstudio

Attentate, Anschläge und politisch motivierte Morde
Gestaltung: Ewald Hiebl

Im Herbst 1963 wurde der amtierende amerikanische Präsident in Dallas auf offener Straße erschossen. Vor laufenden Kameras. Wie ihm ging es einer Vielzahl von Politikern und Prominenten. Von Julius Caesar über Abraham Lincoln, Erzherzog Franz Ferdinand, Mahatma Gandhi bis hin zu Benazir Bhutto. Rudi Dutschke, Papst Johannes Paul II. und Ronald Reagan überlebten Attentatsversuche schwer verletzt. Die mehr als ein Dutzend Attentate auf Adolf Hitler schlugen fehl. Attentate richten sich gegen berühmte Persönlichkeiten. Doch auch berühmte Einrichtungen und markante Gebäude sind Ziel von Anschlägen: Flughäfen, Kirchen, Einkaufszentren, Sehenswürdigkeiten oder Großveranstaltungen. Hinter Attentaten und Anschlägen stehen verschiedene Motive. Meist sind sie politischer, religiöser oder gesellschaftlicher Art. Auch psychische Störungen können Gründe sein. Attentate und Anschläge werden höchst unterschiedlich bewertet. Als Tyrannenmord werden sie als "gerechtfertigte Notwehr" und damit positiv betrachtet. Oft gelten sie lediglich als kriminelle Akte der Selbstjustiz, dabei wird das Gewaltmonopol des Staates negiert.

Service

Interviewpartner/innen:

Marcus Graeser, Historiker, Univ. Prof., Universität Linz
Alexander Demandt, Historiker, em. Univ. Prof., FU Berlin
Reinhold Wagnleitner, Historiker, Univ. Prof., Universität Salzburg
Laurence Cole, Historiker, Univ. Prof., Universität Salzburg
Michael Gehler, Historiker, Univ. Prof., Universität Hildesheim (BRD); Direktor des Instituts für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Paul Miller, Historiker, Assoc. Prof., McDaniel College Maryland (USA)
Rudolf Ardelt, Historiker, em. Univ. Prof., Universität Linz
Gerhard Botz, Zeithistoriker, em. Univ. Prof., Universität Wien
Franz Schausberger, Zeithistoriker, Univ. Doz., Universität Salzburg; ehem. Salzburger Landeshauptmann
Magnus Brechtken, Zeithistoriker, PD, Universität München
Helga Embacher, Zeithistorikerin, Univ. Prof., Universität Salzburg

Literatur:

Alexander Demandt, Hg., Das Attentat in der Geschichte, Suhrkamp Taschenbuch 1999 und Area-Verlag 2003
Michael Gehler und René Ortner, Hg., Von Sarajewo zum 11. September 2001: Einzelattentate und Massenterror, Studienverlag
Margit Reiter und Helga Embacher, Hg., Europa und der 11. September 2001, Böhlau Wien 2011


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