Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Bielitz - "Klein-Wien" in Oberschlesien
Formen der Erinnerung an eine multikulturelle Stadt
Gestaltung: Gabriele Anderl

Das oberschlesische Bielitz, ein Zentrum der Textilindustrie und des Protestantismus, gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie und wurde dann dem wiedererstandenen polnischen Staat zugeschlagen. In der Stadt, an immer wieder wechselnden Grenzen gelegen, lebten bis zum deutschen Überfall auf Polen 1939 Deutsche, Juden und Polen. Nach der Eingliederung in das Deutsche Reich wurde die jüdische Bevölkerung ghettoisiert und später ermordet, unter anderem im Vernichtungslager Auschwitz, das im neu geschaffenen "Landkreis Bielitz" eingerichtet worden war. Nach 1945 wurden die Angehörigen der deutschen Volksgruppe, die den "Anschluss" an Hitler-Deutschland vielfach freudig begrüßt hatten, vertrieben und Opfer von Gewaltmaßnahmen. Heute ist die Doppelstadt Bielsko-Biala sprachlich und ethnisch weitgehend homogen. Die multikulturelle Vergangenheit und die traumatischen Erlebnisse sind im Bewusstsein von Überlebenden und Nachfahren in unterschiedlicher Form präsent.

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