Henry Purcell: "The Fairy Queen"

Mit Dorothea Röschmann, Martina Janková, Elisabeth von Magnus, Terry Wey, Joshua Ellicot und Florian Boesch
Arnold Schoenberg Chor, Concentus Musicus Wien; Dirigent: Nikolaus Harnoncourt
(aufgenommen am 21. Juni 2014 im Rahmen der Styriarte 2014 in der Helmut-List-Halle Graz in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Heinz Dieter Sibitz

Das steirische Klassik-Festival "styriarte" steht heuer unter dem Wahlspruch "Im Zauber der Natur". Da liegt es natürlich nahe, Henry Purcells Sommernachtstraum-Bearbeitung "The Fairy Queen" ins Programm zu nehmen.

Anno 1692 in London diente diese Zaubershow um die Feenkönigin Titania als Huldigung für die reale Königin von England, Queen Mary. Anno 2014 in Graz werden Purcells unsterbliche Melodien zum Nährboden für einen ganz heutigen Wald- und Liebeszauber. Im Reich der Feenkönigin sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Geister schwirren durch die Luft, Vogelstimmen und Echos tönen durch den styriarte-Wald, wenn Nikolaus Harnoncourt das opulenteste Bühnenwerk von Henry Purcell dirigiert.

"The Fairy Queen" ist keine Oper ist mit durchgehender Handlung, sondern eine "Semi-Opera", eine Abfolge von "Masques", die als musikalische Zwischenspiele jeweils am Ende der fünf Akte von William Shakespeares Komödie zur Unterhaltung der Elfenkönigin (und der Zuschauer) eingefügt wurde.

Als sich Nikolaus Harnoncourt mit seinem Sohn Philipp (der für Regie und Bühne verantwortlich zeichnet) zusammensetzte, um für die "Fairy Queen" der styriarte 2014 ein szenisches Konzept zu entwickeln, wurde bald deutlich, dass sich die beiden eine Gesamtaufführung mit gesprochenem Drama nicht vorstellen konnten. Stattdessen entschlossen sie sich zu einer Inszenierung nur der musikalischen Szenen, die Nikolaus Harnoncourt als zeitlos empfindet: "Diese Masques sind ja nicht das Stück, sie sind ein Stück im Stück - Konzentrate auf ganz bestimmte dramatische Situationen. Und sie sind zeitlos, sie bleiben aktuell für immer, so wie die großen Werke von Aristophanes oder Euripides oder Shakespeare oder Bach - oder eben Purcell."

Die unvergleichliche Qualität der Musik ist der Hauptgrund, warum sich Nikolaus Harnoncourt heuer noch einmal auf einen großen Purcell in szenischer Fassung eingelassen hat - nach der unvergessenen Aufführung von "Dido and Aeneas" bei der styriarte 1986 und dem "King Arthur" bei den Salzburger Festspielen 2004.

Service

Diese Sendung wird in Dolby Digital 5.1 Surround Sound übertragen. Die volle Surround-Qualität erleben Sie, wenn Sie Ö1 unter "OE1DD" über einen digitalen Satelliten-Receiver und eine mehrkanalfähige Audioanlage hören.

Playlist

Komponist/Komponistin: Henry PURCELL
Titel: The Fairy Queen
(Semi-Opera in fünf Akten, in englischer Originalsprache)
Solist/Solistin: Dorothea RÖSCHMANN - Sopran
Solist/Solistin: Martin JANKOVÁ- Sopran
Solist/Solistin: Elisabeth von MAGNUS - Mezzosopran
Solist/Solistin: Terry WEY - Countertenor
Solist/Solistin: Joshua ELLICOTT - Tenor
Solist/Solistin: Florian BOESCH - Bass
Chor: ARNOLD SCHOENBERG CHOR
Ausführende: CONCENTUS MUSICUS WIEN
Leitung: Nikolaus HARNONCOURT
Länge: 125:25 min
Label: Manus/Eigentum N. Harnoncourt

Komponist/Komponistin: Henry PURCELL
Titel: Oh solitude, Z. 406
Solist/Solistin: Terry WEY - Countertenor
Solist/Solistin: Luca PIANCA - Erzlaute
Solist/Solistin: Vittorio GHIELMI - Viola da gamba
Länge: 04:57 min
Label: Fynn Titford-Mock / Creative C

Komponist/Komponistin: Henry PURCELL
Titel: Sweeter than roses, Z. 585/1
Solist/Solistin: Terry WEY - Countertenor
Solist/Solistin: Luca PIANCA - Erzlaute
Solist/Solistin: Vittorio GHIELMI - Viola da gamba
Länge: 03:07 min
Label: Schott & Co, London

Sendereihe

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Nachrichten

FR | 13 Juni 2014