Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner. Gestaltung: Bernhard Eppensteiner

1. Rainer Nikowitz Roman Nachtmahl ist der zweite Fall seines Detektivs Suchanek, der urlaubt - nicht ganz freiwillig - in einem traurigen Ort namens Feuchtkirchen.
Beim Kennenlernabend auf dem "Erlebnisbauernhof" amüsiert man sich prächtig am Grillfeuer. Aber nur bis zum nächsten Morgen, als eine gefesselte Leiche gefunden wird. Sie ist von Stichen übersät. Rainer Nikowitz list die lustigsten, spannendsten, grauslichsten Szenen aus seinem Roman "Nachtmahl" , aber es gibt auch zwischendurch immer viel zu erzählen. Anekdoten, Seitenhiebe, und Anmerkungen zur Weltlage, das nächste mal am 11. Februar in der Local Bühne in Freistadt. "Nachtmahl - die Leseshow", beginnt um 20 Uhr.

2. Das Wien Museum zeigt in Kooperation mit Romano Centro, der Initiative Minderheiten und dem Landesmuseum Burgenland die Ausstellung. Romane Thana - Orte der Roma und Sinti. Im Mittelpunkt stehen "Lebensorte" der Roma und Sinti in Wien und Burgenland.
Dazu zählen die seit dem 18. Jahrhundert bestehenden Siedlungen der Burgenland-Roma, traditionelle Plätze in Wien, aber auch die Orte, die über die lange Verfolgungsgeschichte und den NS-Völkermord erzählen, wie Lackenbach, Auschwitz oder Lódz. Die Ausstellung zeigt die lange Geschichte der Verfolgung und will über gängige Klischees aufklären.
Geschichte der Roma und Sinti als Opfer des NS-Regimes, und die Erniedrigung der wenigen Überlebenden in der Nachkriegszeit, als sie neuerlich rassistischen Vorurteilen ausgesetzt waren, ist gut dokumentiert.
Aber fast hauptsächlich in dem Sinn, als Roma und Sint Objekte der Beobachtung seitens Politik und Behörden waren.
Gesetzestexte, Polizei- und Gestapofotografien, anthropometrische Vermessungen durch die NS-Rassenhygiene oder zynische Ablehnungen von Opferfürsorgeansuchen sind beredte Zeugnisse.
Das andere starke Motiv der Auseinandersetzung mit Roma und Sinti, führt zum
Exotismus des 19. Jahrhundert.
Der war aber auch stark stereotypen bildend: sie wurden auf ihr angeblich freies Leben, ihre Erotik und Musikalität reduziert.
Abseits dieser starken Zuschreibungen, der offen feindlichen und der exotisierenden, ist es das Ziel der Ausstellung gerade über Eigenzeugnisse von Roma und Sinti die Frage von "Normalität" zu diskutieren, auch Geschichten geglückter Integration und gesellschaftlicher Anerkennung aufzuspüren und darzustellen.
Spätestens seit den 1980er-Jahren wurde die Selbstorganisation ein wichtiges Thema für Roma und Sinti, mit dem späten Erfolg, 1993 als Volksgruppe anerkannt zu werden.
Auch der NS Völkermord an Roma und Sinti wurde in dieser Zeit verstärkt erinnert oder kam überhaupt erstmals in ein breiteres öffentliches Bewusstsein.
Die literarischen und künstlerischen Aufarbeitungen von Ceija und Karl Stojka waren dafür wegweisend.
Die Ausstellung: "Romane Thana - Orte der Roma und Sinti"
Ab 12. Februar und bis zum 17. Mai im Wien Museum.

3. Als der Filmkritiker Allan Felix von seiner Frau Nancy verlassen wird, bekommt sein Ego einen harten Schlag versetzt. Seine Freunde Dick und Linda machen sich auf die Suche nach einer neuen Freundin für ihn. Doch sobald Allan mit einer attraktiven Frau zusammentrifft, gelingt es ihm nicht, sich zu entspannen. Er macht sich nur lächerlich.
Erst spät bemerkt Allan, dass die einzige Frau, in deren Nähe er er selbst bleiben kann, Linda ist. Aber Linda ist die Frau seines besten Freundes. Also noch eine Menge Probleme, die zu beseitigen sind, bis man sich am Ende auf dem Flughafen trifft, und Allan noch einmal die berühmte Schlussszene aus "Casablanca" durchlebt Woody Allens Komödie, Spiel´s noch einmal Sam war schon vor der Verfilmung ein Dauerbrenner am Theater.
Die liebevolle Hommage an die Kinoklassiker vergangener Tage und an Casablanca
im Besonderen, und die berührend erzählte Geschichte von der Midlife-Crisis eines Mannes, seiner Suche nach sich selbst und nach der großen Liebe, steht derzeit auf dem Spielplan im Stadttheater in Wien.Spiel´noch einmal Sam, in der Regie von Peter Gruber mit Ildiko Babos, Eva Maria Marold, Oliver Baier und Alexander Rossi, noch bis zum 28. April im Stadttheater in der Walfischgasse in Wien.

Service

Local Bühne Freistadt
WienMuseum
Stadttheater Walfischgasse

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